<h3> Hintergrund: Belastung mit Cereulid</h3>Auslöser der Rückrufe ist eine mögliche Kontamination mit dem Bakteriengift Cereulid. Dieses Toxin wird vom Bakterium Bacillus cereus gebildet. Nach Aufnahme über die Nahrung kann es bereits innerhalb kurzer Zeit zu Übelkeit und Erbrechen kommen.<BR /><BR />Die Symptome treten in der Regel 30 Minuten bis sechs Stunden nach dem Verzehr auf und klingen meist innerhalb von 24 Stunden wieder ab. Schwere Krankheitsverläufe sind selten, können jedoch Leber und Nieren schädigen. Cereulid ist hitzebeständig und lässt sich durch Abkochen nicht unschädlich machen.<BR /><BR />Nach bisherigem Kenntnisstand geht die Kontamination auf ein Pflanzenöl eines chinesischen Lieferanten zurück, das bei der Herstellung von Babynahrung verwendet wurde.<BR /><BR />Auch neue wissenschaftliche Empfehlungen der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) spielten bei der Neubewertung der Situation eine Rolle.<h3> Diese Produkte sind in Italien betroffen (Stand: 11.02.2026)</h3><embed id="dtext86-73453957_listbox" /><BR /><BR /><embed id="dtext86-73453958_listbox" /><BR /><BR /><embed id="dtext86-73453959_listbox" /><BR /><BR /><BR />Detaillierte Angaben zu Produktbezeichnung, Füllmenge, Losnummer („Lotto di produzione“) und Mindesthaltbarkeitsdatum veröffentlicht das italienische Gesundheitsministerium auf seiner Website im Bereich „Richiami degli operatori“.<h3> Rückrufe in Österreich</h3>Auch in Österreich sind zahlreiche Produkte betroffen. Informationen veröffentlicht die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).<BR /><BR /><embed id="dtext86-73455880_listbox" /><BR /><BR /><embed id="dtext86-73455881_listbox" /><BR /><BR />Laut AGES waren die im Dezember 2025 nachgewiesenen Cereulid-Konzentrationen noch so gering, dass keine Gesundheitsgefahr bestanden habe. Ende Januar 2026 sei jedoch eine Konzentration festgestellt worden, die die Gesundheit schädigen könne.<h3> Was Eltern jetzt tun sollten</h3><embed id="dtext86-73455882_listbox" /><BR /><BR /><BR />Sollten Kinder nach dem Verzehr von Babynahrung Erbrechen oder Durchfall entwickeln, wird empfohlen, die Kinderärztin oder den Kinderarzt zu kontaktieren. Bei starken Symptomen sollte die Notaufnahme aufgesucht werden.