In einem Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (TT) forderte Kompatscher „Pragmatismus“ ein und brachte eine Aufhebung des Fahrverbots während der Sanierung der Luegbrücke ins Spiel. <BR /><BR />Als man in Südtirol erfahren habe, dass die Luegbrücke ab 2025 nur einspurig befahrbar sein werde, „sind bei uns die Antennen hochgegangen“, sagte Landeshauptmann Kompatscher der „Tiroler Tageszeitung“. Schließlich habe man südlich des Brenners bereits jetzt durch Rückstaus „teils katastrophale Zustände. Wenn das über Jahre anhält, na dann gute Nacht.“ <BR /><BR />Daher habe man versucht, gemeinsame Lösungen zu finden. Die Aufhebung des Lkw-Nachtfahrverbots während der Sanierungsphase könne aber Abhilfe schaffen: „Wenn es nicht anders geht, könnte das Nachtfahrverbot während der Sanierungsarbeiten zu gewissen Zeiten gelockert werden. Diesen Pragmatismus fordern wir ein“, verdeutlichte er.<BR /><BR /><embed id="dtext86-65749006_quote" /><BR /><BR />Kompatscher wollte indes Verkehrsminister Matteo Salvini (Lega), der derzeit eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Österreich wegen der Tiroler Anti-Transitmaßnahmen vorbereitet, wieder am Verhandlungstisch wissen. Dasselbe gelte aber auch für Tirol bzw. Österreich. Man könne nicht sagen: „Wir verhandeln, allerdings bleiben das Lkw-Nachtfahrverbot und das sektorale Fahrverbot auf jeden Fall unverändert und genauso aufrecht wie bisher“, sagte der Landeshauptmann zur „TT“. „Man kann schlecht von Salvini verlangen, er müsse sich bewegen, wenn man es selbst nicht tut.“ <BR /><BR />Auch mit der Informationspolitik des nördlichen Nachbarn bei der Luegbrücke zeigte sich Kompatscher nicht einverstanden. Ihm gehe es um „zeitnahe und offene Information und gemeinsame Lösungen“, vieles habe man aber „nur aus den Medien erfahren.“ Gleichzeitig räumte er ein: „Das hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten, zuletzt in gemeinsamen Treffen, jedoch gebessert.“