Umweltlandesrat Michl Laimer hat die Initiative am Dienstag auf einer Pressekonferenz an der Talferbrücke in Bozen vorgestellt. Verkehrslärm, unterstrich Laimer, werde immer mehr zum Problem. Auch aus diesem Grund sei mehr Information wichtig, genügten doch einfache Maßnahmen, um den Lärm zu reduzieren. Die Umweltagentur hat Testreihen durchgeführt und die Fahrt eines Autos mit 90, 70 und 50 Stundenkilometer gemessen. Der Unterschied liegt bei jeder Stufe bei mehr als drei Dezibel, so Umweltagentur-Direktor Luigi Minach.Bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit von 90 auf 70 oder von 70 auf 50 Stundenkilometer nimmt also der Lärm so stark ab, als würden nur halb so viele Autos fahren.Hauptanliegen der Infokampagne ist die Bewusstseinsbildung, dass die Lebensqualität der Anrainer durch das Fahrverhalten beeinflusst und durch geringfügige Verminderung der Geschwindigkeit verbessert werden kann. Es geht also auch um Rücksichtnahme.Werbekampagne startet morgenAb dem 28. April wird mit der Ausstrahlung von Radiospots in den Stoßzeiten des Berufsverkehrs vor Arbeitsbeginn und nach Büroschluss begonnen. Zudem sollen Banner in grellen Farben an SAD- und SASA-Bussen landesweit die Aufmerksamkeit der Autolenker erregen. Die Landesabteilung Mobilität wird außerdem dreimal im Jahr zusammen mit den Schadstoffvignetten der Fahrzeuge Informationsblätter zur Lärmkampagne verschicken. Die Umweltagentur stellt den Gemeinden zudem Unterlagen in digitaler Form zur Verfügung; damit können diese selbst Plakate, Banner und Karten ausdrucken und im Gemeindegebiet einsetzen. Außerdem wird die Kampagne über das Projekt „Gemeinden mobil“ der Landesabteilung Mobilität unterstützt. Der Automobilclub ACI verteilt die Informationen zur Lärmkampagne über seine Schalter und auf dem Postweg an seine Mitglieder.