Polizisten löschten die Flammen und holten Hilfe. Der Mann wurde mit Brandwunden dritten Grades auf 50 Prozent der Körperoberfläche ins Spital eingeliefert. Er schwebt in Lebensgefahr. Seine Beweggründe sind unklar. Der Mann, der im norditalienischen Piemont lebte, sei arbeitslos, berichteten italienische Medien.Schon in den vergangenen Monaten hatte die Selbstanzündung verzweifelter Männer die italienische Öffentlichkeit geschockt. Ein italienischer Arbeitsloser war im August den schweren Brandverletzungen erlegen, die er sich bei einer Verzweiflungstat in Rom zugefügt hatte. Der in finanzielle Not geratene Mann hatte sich vor dem Abgeordnetenhaus aus Protest selbst angezündet. Er überlebte die Verbrennungen zweiten und dritten Grades auf 85 Prozent seiner Körperoberfläche nicht.Angesichts der wirtschaftlichen Krisenstimmung in Italien hat es einige teils aufsehenerregende Suizide gegeben. Erhebungen zufolge sollen Hunderte Selbstmorde und Versuche in den vergangenen Jahren auf die Krise zurückzuführen sein. Ende März etwa fuhr ein Handwerker in Bologna vor das Finanzamt, überschüttete sich mit Benzin und zündete sich an. Auch in Griechenland gab es ähnliche Fälle.apa