Sonntag, 21. November 2021

„Runder Tisch“ der Diabetes Union im NOI Techpark

Im NOI Techpark in Bozen fand am Samstag ein “Runder Tisch“ statt, der vom Verein Diabetes Union Alto Adige/Südtirol anlässlich des Weltdiabetes-Tages am 14. November organisiert wurde. In diesem Jahr lautete das Thema „Zugang und Gerechtigkeit in der Diabetesversorgung in der Provinz Bozen“. Markus Frings moderierte das Event. Auf der Bühne saßen der Präsident von Diabetes Union, Gianluca Salvadori, der Präsident von Diabetes Italia und des Diabetes Forum, Stefano Nervo.

Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November organisierte die Diabetes Union Alto Adige/Südtirol am 20. November einen Info-Abend mit anschließender Diskussion. - Foto: © Diabetis Union
Ebenfalls anwesend war der Gesundheitsdirektor der Gesundheitsbehörde von Südtirol, Josef Wiedmann, der Stadtrat für Sozialpolitik, Freizeit und Sport, Juri Andriollo, und Ärzte, Vertreter und Verwaltungsangestellten des örtlichen Gesundheitsdienstes, Dalia Crazzolara, Bruno Fattor, Gianpiero Incelli, Petra Reinstadler, Pierpaolo Bertoli und Valter Equisetto.

Erschwerter Zugang zur Behandlung

Das Hauptthema der Debatte war die aktuelle Situation von Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes in der Provinz Bozen. Auch heute noch gibt es Probleme beim Zugang der Behandlung, vor allem wenn man nicht in der Landeshauptstadt wohnt. E

in weiteres Thema war der Mangel an Fachkräften in Form von Diabetesärzten und Pflegepersonal. Dr. Crazzolara, ärztliche Direktorin für Innere Medizin und Diabetologie des Krankenhauses Bozen, betonte, wie wichtig es ist, in Zukunft schneller zu erkennen, welche Instrumente zur Verfügung stehen z. B. Telemedizin oder Fernüberwachung des Blutzuckerspiegels, sowie die Anwesenheit von engagiertem Personal wie Krankenschwestern, Ernährungsberatern, Psychologen und Sozialarbeitern.

„Sehr komplexe Krankheit“

Die Lösung, so Dr. Incelli, besteht darin, den Ärzten vor Ort die Mittel an die Hand zu geben, um eine enge Verbindung zu den Patienten herzustellen. Sehr oft sind Ärzte in peripheren Zentren gezwungen, sich an Kollegen in spezialisierten Zentren zu wenden, was dazu führen kann, dass die Bedürfnisse der Patienten nicht erfüllt werden. „Diabetes ist eine sehr komplexe Krankheit“, erklärt Stefano Nervo, „und die Notwendigkeit, direkt mit Fachleuten zusammenzuarbeiten, ergibt sich daraus, dass man lernen muss, wie man mit der Krankheit umgeht.“

Die Covid-19-Pandemie habe dies deutlich gemacht: Diejenigen, die am wenigsten unter den Folgen zu leiden hatten, waren jene, die sich selbst besser unter Kontrolle hatten, und wissen, wie man sich ernährt, mit der Therapie umgeht. Es gibt viele Fähigkeiten, die Menschen mit Diabetes entwickeln müssen, um ihr tägliches Leben zu verbessern.

stol