Keine guten Investitionen, heißt es hingegen aus einem der Gebiete im Trentino, in dem Bären „täglich bis in bewohnte Gebiete vordringen“. <BR /><BR />Indes hat die italienische Tierschutzpartei Einspruch gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens eingelegt, das nach dem tödlichen Angriff von Bärin JJ4 auf Andrea Papi eingeleitet worden war. <h3> In Kürze Entscheidung des U-Richters </h3>Wie berichtet, wurde gegen den Trienter Landeshauptmann Maurizio Fugatti und den Bürgermeister von Caldes, Antonio Maini, ermittelt. Anzeige erstattet hatte die Tierschutzpartei, die abgeklärt haben wollte, welche Zuständigkeiten die öffentlichen Verwalter für die Gewährleistung der Sicherheit von Mensch und Tier haben bzw. ob sie diese vernachlässigt haben könnten. <BR /><BR />Die Trienter Staatsanwältin Patrizia Foiera sah keine Verantwortlichkeiten Fugattis und Mainis für Andrea Papis Tod und beantragte, den Fall zu den Akten zu legen. Ob dem stattgegeben wird oder ob weiter ermittelt werden muss, entscheidet in Kürze der Trienter U-Richter. <BR /><BR /><BR />Während die Tierschützer weiter ein gerichtliches Nachspiel für Land und Landeshauptmann anstreben, werden sie von ihnen zu einem runden Tisch eingeladen, mit dem Forstlandesrat Failoni auch Vertreter lokaler Verwaltungen, der Jägerschaft und der Tierzüchter im Land bei der Suche nach Lösungen für das Problem Großraubtiere einbinden wollte. <BR /><h3> Land lieferte Details zu Bären-Umfrage </h3>Und das Land war von vornherein transparent: So wurden die genauen Daten aus der Umfrage zum Thema Bär, die das Land in Auftrag gegeben und vergangene Woche vorgestellt hatte. Demnach sehe jeder dritte Trentiner im Bären eine Gefahr. <BR /><BR />So handelte es sich bei 39 Prozent der Befragten Bürger aus dem westlichen Trentino, wo am meisten Bären anzutreffen sind. Dennoch wussten viele von ihnen nicht, dass das Land Schadensgeld bei Schäden durch Bären sowie weitere Mittel, um Angriffe und Schäden vorzubeugen, zur Verfügung stellt. <BR /><h3> 4 Millionen Euro für Schutz vor Bären </h3>Aus diesem Grund erklärte Failoni beim runden Tisch, dass das Land plant, 5000 neue Hinweisschilder aufzustellen sowie 150.000 Informationsbroschüren zu drucken, aber auch Fernsehwerbungen zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die Anwesenheit von Bären im Land auszustrahlen. <BR /><BR />Insgesamt 4 Millionen Euro wurden für Prävention und bärensichere Mülltonnen lockergemacht. <BR /><BR />„Wieviel Geld muss die öffentliche Hand noch fürs Bärenmanagement ausgeben?“, fragte die Sektion Val di Sole des Partito Autonomista Trentino Tirolese (PATT) gestern in einer Aussendung empört. <h3> PATT fordert konkrete Maßnahmen – „Bärensprays erlauben“ </h3>„Wir sind der Meinung, dass einige der geplanten Maßnahmen überflüssig und unangebracht sind“, erklärte jene Sektion der PATT, deren Mitglieder wohl täglich mit dem Thema Bär konfrontiert sind. <BR /><BR />„Die Bären suchen mittlerweile täglich bewohnte Gebiete auf und reißen Nutztiere“, heißt es weiter. Man dürfe keine Zeit verlieren, sich gegenüber der Politik in Rom behaupten und eine Lösung für die Einwohner im Trentino finden und als ersten Schritt die Benützung von Bärensprays erlauben. <BR /><BR /><BR />„Es ist an der Zeit, von nicht umsetzbaren Maßnahmen abzusehen – wie die Sterilisation von Bären, die übrigens auch in der Wissenschaft nicht viel Zuspruch findet. Stattdessen sollte man im Interesse der Gemeinschaft, um zu verhindern, dass die gepflegten, belebten und naturfreundlichen Berge nicht zu einer Wüste werden.“