Sonntag, 13. März 2022

Russen sollen Ort mit Phosphorbomben angegriffen haben

Russische Truppen sollen bei einem Angriff im Osten Ukraine nach Angaben eines örtlichen Polizeivertreters Phosphorbomben eingesetzt haben. Auch 2 Kirchen, in denen Zivilisten Unterschlupf suchten, wurden beschossen.

Bilder der Zerstörung aus der Ukraine. - Foto: © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Die Ortschaft Popasna rund hundert Kilometer westlich von Luhansk sei in der Nacht von der russischen Armee angegriffen worden, schrieb Polizeichef Oleksij Bilotschyzky in der Nacht auf Sonntag im Online-Netzwerk Facebook. Dabei seien auch Phosphorbomben eingesetzt worden. Es gebe „unbeschreibliches Leid und Brände.“

2 orthodoxe Kirchen beschossen, in denen Zivilisten Unterschlupf gesucht hatten

Die Angaben konnten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüft werden. Ebenfalls im Donbass im Osten des Landes wurde in der Nacht auf Sonntag nach ukrainischen Angaben ein Zug mit Flüchtenden angegriffen.

Dabei seien in Kramatorsk ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden, erklärte Gouverneur Pawlo Kirilenko. Mit dem Zug wollten seinen Angaben zufolge Menschen aus der nahe den pro-russischen Separatistengebieten liegenden Region nach Lwiw (Lemberg) im Westen der Ukraine fliehen.

Nach ukrainischen Angaben wurden im Donbass zudem 2 orthodoxe Kirchen beschossen, in denen Zivilisten Unterschlupf gesucht hatten. In der Region Donezk wurde in der Nacht auf Sonntag das berühmte Kloster Swjatohirsk angegriffen, in das sich fast tausend Menschen geflüchtet hatten, wie die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Rund 30 Menschen seien verletzt worden. Zu möglichen Opfern eines Angriffs auf eine Kirche in Sjewjerodonezk in der Region Luhansk machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Alle Berichte zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

apa

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