Montag, 07. Januar 2019

Russland feiert Weihnachten

?????????! Am heutigen Montag feiert die russisch-orthodoxe Kirche Weihnachten – 13 Tage nach den römisch-katholischen und evangelischen Christen. Mit einem reichlichen Abendessen und Geschenke von Väterchen Frost wird beim russischen Weihnachten geklotzt, nicht gekleckert.

Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor.
Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor. - Foto: © shutterstock

In Russland ist Weihnachten das zweitwichtigste Fest nach Ostern. Die russisch-orthodoxe Kirche legt Feiertage nach dem alten julianischen Kalender fest. Andere Kirchen haben neuere Kalender übernommen. So nutzen die römisch-katholische und die evangelische Kirche den vom Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 eingeführten gregorianischen Kalender.

Die Differenz zwischen dem alten julianischen und den neuen Kalendern (dem neo-julianischen und dem gregorianischen) beträgt derzeit 13 Tage. Deswegen feiert man Weihnachten in Russland nicht am 25. Dezember, sondern am 7. Januar.

40 Tage vor Weihnachten beginnt für die orthodoxen Christen die Fastenzeit: Es dauert vom 28. November bis zum 6. Januar. Um Null Uhr am 7. Januar endet für gläubige Menschen in Russland die strenge 40 Tage lange Fastenzeit.

Das wichtigste Ereignis des Abends vor Weihnachten ist ein stundenlanger Gottesdienst mit viel Gesang und schönen Lichter-Prozessionen. Früher wurden die Feierlichkeiten in Russland mit einem Festessen abgeschlossen. Die aus Mandeln, Mohn, Honig und Getreide gekochte Speise symbolisierte Ruhe und Unsterblichkeit.

Putin würdigt die Kirche zum orthodoxen Weihnachtsfest

Zum orthodoxen Weihnachtsfest hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft gewürdigt. „Sie tun viel, um die drängenden sozialen Probleme zu lösen“, erklärte er einer Mitteilung des Kremls vom Montag zufolge. Die Kirchen sorgten für Harmonie, stärkten die Institution Familie, erzögen junge Menschen und harmonisierten den interreligiösen Dialog.

Putin sprach explizit die Russisch-orthodoxe Kirche und andere christliche Konfessionen an, die „eine große positive Rolle im Leben unseres Landes“ spielten. Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor.
Etwa 300 Millionen Menschen gehören den orthodoxen Kirchen an.

Putin feierte Weihnachten in seiner Heimatstadt St. Petersburg, wie russische Medien berichteten. Dort besuchte er einen Gottesdienst in einer Kirche, in der er getauft worden war. Putin nutzt das Weihnachtsfest traditionell, um Kirchen in der Provinz zu besuchen.

stol/ape/apa/dpa

stol