Dienstag, 04. Januar 2022

Kontaktnachverfolgung in Südtirol nicht mehr möglich

Die hohe Anzahl an Infizierten in Südtirol macht es derzeit unmöglich, zeitgerecht alle Kontakte eines Positiven zu benachrichtigen. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb ruft deshalb zu mehr Eigenverantwortung auf.

Die Corona-Infektionen haben in Südtirol einen neuen Höhepunkt erreicht.
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Die Corona-Infektionen haben in Südtirol einen neuen Höhepunkt erreicht. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
In diesen Tagen sind die Coronazahlen in Südtirol regelrecht explodiert: Am Dienstag wurden über 1300 neue Fälle verzeichnet. Auch die Wocheninzidenz stieg auf ein nie da gewesenes Hoch von über 800.

Dies sei laut Südtiroler Sanitätsbetrieb zum einen auf die hoch ansteckende Omikron-Variante zurückzuführen, aber auch auf die vermehrten Sozialkontakte während der Feiertage.

„Aus diesem Grund ist es derzeit unmöglich, zeitgerecht alle Kontakte eines Infizierten zu benachrichtigen. Ein Anruf an alle Personen, die derzeit in Isolation oder Quarantäne sind, ist aus Zeitgründen nicht machbar. Deshalb appellieren wir an die Eigenverantwortung zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen“, erklärt der Sanitätsbetrieb in einer Aussendung.

Ebenso sei es wichtig, bei unvermeidbaren Kontakten eine Maske zu tragen, Abstände einzuhalten und auf korrekte Hygienemaßnahmen zu achten.

Seit dem heutigen Dienstag kommt in Südtirol die Anti-Covid Pille zum Einsatz. Der Wirkstoff Molnupiravir des amerikanischen Pharma-Riesen Merck soll vor allem bei Risikopatienten zum Einsatz kommen.

stol