Freitag, 22. Dezember 2017

Sabes verlängert Verträge mit Privat-Kliniken

Am Donnerstagabend wurden der Generaldirektion des Südtiroler Sanitätsbetriebes kräftig Hände geschüttelt. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) verlängert die „Konventionen“ dem Verband der Südtiroler Privatkliniken SAPS für 2018, unter der Voraussetzung, dass gemeinsam der Fachplan für Rehabilitation erarbeitet wird.

Der Sanitätsbetrieb kauft jährlich für rund 30 Mio. Euro Leistungen bei Privatkliniken und anderen Einrichtungen ein.
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Der Sanitätsbetrieb kauft jährlich für rund 30 Mio. Euro Leistungen bei Privatkliniken und anderen Einrichtungen ein.

Der neue Landesgesundheitsplan schreibt vor, dass für Südtirol der Fachplan für Rehabilitation erarbeitet wird. Dieser trägt den staatlichen Vorgaben für die Bettenplanung Rechnung (0,7 Reha-Betten auf 1000 Einwohner) und legt auf der Grundlage epidemiologischer Daten auch fest, wieviel Leistungen die öffentliche Hand selbst bzw. mit Unterstützung der privaten Partner erbringt.

„In Ermangelung des Planes ist es für den Sanitätsbetrieb rechtlich schwierig, bei den vertragsgebundenen Kliniken Leistungen einzukaufen“, schreibt der Sabes am Freitag in einer Aussendung. Einigkeit bestand am Donnerstag aber bei allen Beteiligten, dass im Interesse der Südtiroler Bevölkerung, gerade in einem so wichtigen Bereich wie der Rehabilitation, Kontinuität in der Betreuung gegeben sein müsse.

Die privaten Kliniken sehen sich als wichtigen Partner der öffentlichen Hand und erbringen in der Betreuung von Postakut- und Langzeitpflege wertvolle Leistungen. Auch die sogenannten intermediären Betten – das sind Betten zur Entlastung der internistischen Abteilungen im Krankenhaus Bozen und der Notaufnahmen von Meran und Bozen – ist der Einsatz der Privaten gefragt.

Vor diesem Hintergrund wurde eine doppelte Vorgangsweise vereint: zum einen werden die Konventionen bis 31.Dezember 2018 verlänger, zum anderen wollen Sanitätsbetrieb und Privatkliniken, unter Koordination der Abteilung für Gesundheit im Land Südtirol, den Rehaplan Südtirol zügig ausarbeiten.

„Sobald der Plan steht, kann der Südtiroler Sanitätsbetrieb die bestehenden Konventionen mit Frist eines Monats kündigen, um im Sinne des Rehaplans neue Verträge zu veranlassen“, erklärt der Sabes.

Angesprochen wurden im Treffen auch die Möglichkeit der Privatkliniken künftig ambulante Operationen (beispielsweise für Varizen oder Katarakte) durchzuführen.

Der Sanitätsbetrieb kauft jährlich für rund 30 Mio. Euro Leistungen bei Privatkliniken und anderen Einrichtungen ein.

stol

 

stol