Donnerstag, 20. Februar 2020

Salafist greift Gefängniswärter mit Gabeln an: 14 Jahre Haft

Wegen einer Gabelattacke auf einen Gefängniswärter ist ein bereits inhaftierter Salafist zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Deutschen wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Mit Gabeln griff der Inhaftierte den Gefängniswärter an.
Mit Gabeln griff der Inhaftierte den Gefängniswärter an. - Foto: © shutterstock
Dem Mann wurde vorgeworfen, den Wärter in seiner Zelle in einen Hinterhalt gelockt und dann mit 2 Speisegabeln auf seinen Hals eingestochen zu haben, um ihn zu töten.

Dabei soll er die arabischen Worte „Allahu Akbar“ (übersetzt: „Gott ist groß“) ausgerufen haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Celle mitteilte, die für politisch motivierte Straftaten zuständig ist.

Sie hatte in ihrem Plädoyer eine lebenslängliche Haftstrafe gefordert. Die Verteidigung forderte eine Strafe von fünf bis fünfeinhalb Jahren. Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte eine politische Motivation bestritten und ausgesagt, er habe sich lediglich über eine Verlegung geärgert, wie der Gerichtssprecher berichtete.

Der Mann saß zum Tatzeitpunkt Anfang 2019 in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg. Er war Ende 2017 zu 3 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt worden, weil er Bombenattentate auf Mitglieder der Polizei oder der Bundeswehr plante.

dpa

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