Die Anzeigen sind das Resultat der Ermittlungen, die die Carabinieri von Salurn in Zusammenarbeit mit den Carabinieri von Denno im Trentino durchgeführt haben.<BR /><BR />Vor wenigen Tagen hatten die Ermittler in Kurtatsch einen jungen Wanderhändler für eine Routinekontrolle auf der Straße angehalten.<BR /><BR /> Der Mann konnte zwar einen gültigen Pass vorlegen, jedoch kein Einreisevisum. Somit befand er sich illegalerweise auf italienischem Staatsgebiet.<BR /><BR />Allerdings zeigte der Mann den Beamten Unterlagen, die bescheinigten, dass er 20 Stunden in der Woche als Pflegehelfer bei einem Landsmann im Nonstal – einem fünffachen Familienvater – arbeite. Mit diesen Unterlagen hätte ihm ein Gesetzesdekret aus dem Jahr 2020 den regulären Aufenthalt im Land gestattet.<BR /><BR />Bei einer Kontrolle der Carabinieri stellte sich aber heraus, dass niemand an der angegebenen Adresse wohnte und der Mann somit auch keine Pflegetätigkeit ausübte.<BR /><BR />Die beiden Männer wurden nun wegen Betrugs zulasten des Staates, Falschbeurkundung und Verletzung der Regeln zur Einwanderung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Ihnen droht eine Haftstrafe. Für den vermeintlichen Pflegehelfer werde es außerdem schwieriger, in Zukunft eine gültige Aufenthaltserlaubnis zu erlangen.