Sonntag, 07. Juni 2020

Sand in Taufers: Bergretter verliert bei Übung sein Leben

Zu einem tragischen Unfall ist es am Samstagabend bei den Reinbach-Wasserfällen gekommen. Bei einer Felsübung hat der Leiter der Bergrettung Sand in Taufers, Lukas Forer, sein Leben verloren.

Der Bergretter Lukas Forer verlor nach einer  beendeten Felsübung am Samstagabend aufgrund eines Unglücks  sein Leben.
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Der Bergretter Lukas Forer verlor nach einer beendeten Felsübung am Samstagabend aufgrund eines Unglücks sein Leben. - Foto: © Z
Das Unglück ereignete sich am Samstagabend nach einer Übung der Bergrettung Sand in Taufers.

Der 43-jährige Lukas Forer stürzte nach beendeter Übung und während des Abbaus aus ungeklärter Ursache von einer Felswand in die Schlucht, direkt in den reißenden Reinbach.

Auch wenn seine Kollegen schnell reagierten, Alarm schlugen und Forer aus dem Wasser ziehen konnten, waren die Wiederbelebungsmaßnahmen vergebens. Die Notärztin des Rettungshubschraubers Pelikan 1 konnte nur mehr den Tod des 43-Jährigen feststellen.

Im Einsatz standen die Bergrettung Sand in Taufers, der Notarzt, der Pelikan 2, die Carabinieri, die Notfallseelsorge, die Freiwilligen Feuerwehren von Sand und Rein in Taufers sowie von Mühlen, die Wasserrettung Bruneck und der Abschnittsinspektor des Bezirks Unterpustertal.

Große Trauer

Abbiamo appreso la tragica notizia della morte del capo del soccorso alpino di Campo Tures Lukas Forer ieri sera durante...

Pubblicato da Landesfeuerwehrverband Südtirol su Sabato 6 giugno 2020


Die Nachricht über Lukas Forers Tod verbreitete sich noch am Abend wie ein Lauffeuer im Pustertal und innerhalb des Alpenvereins. Sein Tod ist ein riesiger Verlust und Schock für die vielen Menschen, die ihn kannten.

Der 43-Jährige sei als Rettungsstellenleiter „sowohl sehr umsichtig und verantwortungsbewusst, als auch motivierend und immer mit ganzem Herzen dabei“ gewesen, wie sein bestürzter Kollege und Bezirkschef der Bergrettung im AVS Pustertal, Josef Auer, im Gespräch mit der „Zett“ erzählt.
Auch Franz Haller, der stellvertretende Landesleiter der Bergrettung im AVS, schätzte seinen Kollegen sehr: „Er war ein erfahrener Rettungsstellenleiter und ein leidenschaftlicher Bergretter. Deshalb war er innerhalb der Bergrettung überaus geschätzt und beliebt“, sagt Haller, der den Angehörigen das tief empfundene Beileid ausdrückt.
Lukas Forer hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

z