Der Gemeindereferent für Mobilität, Reinhard Innerhofer, versteht die Welt nicht mehr: „Ich kann es mir nicht erklären, warum dieser Parkplatz überhaupt nicht funktioniert“, sagt er. Mehrfach hat er sich in den vergangenen Tagen selbst davon überzeugt, dass in Winkel und an der Straße dorthin die Pkw Stoßstange an Stoßstange stehen, ein übergroß ausgeschilderter Auffangparkplatz mit Busverbindung zu den Wasserfällen aber leer bleibt. <BR /><BR />„Die Situation ist wirklich schlimm. Die Autos parken links und rechts der Straße, es ist der reinste Blechhaufen“, sagt er. Das könne die Ortspolizei freilich nicht durchgehen lassen. Sie stellt seit Tagen Strafzettel für die Wildparker aus. Und trotzdem: Der Zubringer-Parkplatz, der in der „Rekordzeit von eineinhalb Monaten“, wie Innerhofer sagt, aus dem Boden gestampft wurde, bleibt leer. <h3> „Gesamtkonzept für nächste Saison erarbeiten“</h3>Nachdem 2-mal die Beschilderung des Parkplatzes optimiert worden sei, werde man nun noch Parkverbotsschilder an der Zufahrtsstraße anbringen, sagt Innerhofer. Aber mehr könne man jetzt nicht mehr tun. Die Erfahrungen werde man aber analysieren, um für nächstes Jahr besser gerüstet zu sein. „Wir überlegen, einen Parkwächter zu engagieren, der die Lage in Winkel im Auge behält, und einen richtigen Shuttle-Bus zwischen dem Parkplatz und Winkel einzurichten. Derzeit fährt der Linienbus, der zwischen Ahornach nach Rein fährt, auch den Parkplatz an“, erklärt der zuständige Gemeindereferent der Bürgerliste Taufers 2010. Auch die Frage, ob es die Parkplätze in Winkel weiterhin geben soll, müsse gestellt werden. „Wir werden über ein neues Gesamtkonzept nachdenken müssen“, sagt Innerhofer. <h3> „Experten zur Analyse der Besucherströme hinzuziehen“</h3>„Das hätte man schon viel früher tun müssen“, erwidert darauf Martina Kirchler von der SVP. Die Parkplatz-Aktion sei in knapp 2 Monaten über den Zaun gebrochen worden und habe über 100.000 Euro gekostet. „Ohne dass man eine Idee davon hatte, wie man Besucherströme lenken kann. So etwas muss man sich vorher überlegen“, betont Kirchler. Sie verlangt, dass nun Verkehrsspezialisten hinzugezogen werden, um ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. „Und das nicht erst wieder 2 Monate vor dem nächsten Sommer.“<BR />Der Parkplatz ist übrigens nicht nur für Wasserfall-Besucher gedacht. „Wir möchten, dass ihn auch die Pendler aus Mühlwald nutzen und somit im Ort möglichst wenige Autos verkehren“, sagt Innerhofer.