Donnerstag, 14. Januar 2016

Sanität: Jetzt kommt der "Verhaltenskodex"

Viel zu bereden hatte die Direktion des Südtiroler Sanitätsbetriebes am Donnerstag bei einer Sitzung mit den Gewerkschaften. Unter anderem wurde ein "Verhaltenskodex" auf den Weg gebracht.

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"Nach dem 'Agreement' via Media vom vergangenen Wochenende wurde in der Direktionssitzung des Sanitätsbetriebes mit den Gewerkschaften am Donnerstag auch formell vereinbart, einen gemeinsame Regelung für die Kommunikation nach innen und außen zu erarbeiten", heißt es in einer Presseaussendung des Südtiroler Sanitätsbetriebes. 

Diese Regelung solle Prinzipien und Abläufe der internen und externen Kommunikation festlegen und den aktuell gültigen “Kodex der Dienst- und Verhaltenspflichten für das Personal” ergänzen.

Ziel sei es die interne Konflikt- und Diskussionskultur zu verbessern "und gemeinsam an den Herausforderungen, die der Veränderungsprozess im Gesundheitsbetrieb mit sich bringt, zu arbeiten".

Große Betriebe als Vorbilder 

"Vorbilder sind sogenannte 'code of conducts', die in großen Betrieben im Rahmen einer geplanten und gesteuerten Unternehmenskommunikation gang und gäbe sind. Die beiden bestehenden Direktionsvorgaben (Regelung für die Kommunikation mit den Medien; Regelung für den interne Schriftverkehr) fließen in diese neue Vereinbarung ein und werden überarbeitet", heißt es in der Aussendung. 

Das Disziplinarverfahren gegen Primar Perkmann werde eingestellt.

Warum Primarernennungen für nur zwei Jahre? 

Weiteres Thema bei der Sitzung war die bereits öffentlich gewordene Kritik von Seiten der Primargewerkschaft an einigen kürzlich erfolgten Primarernennungen für nur zwei Jahre (anstelle von fünf).

Generaldirektor Thomas Schael und Sanitätsdirektor Oswald Mayr unterstrichen, dass diese Ernennungen mit Blick auf die laufenden Arbeiten zum neuen Landesgesundheitsplan und nur unter der Bedingung der Zustimmung von Seiten der betroffenen Führungskräfte erfolgt sind.

Andernfalls wäre die Führung von Abteilungen und Diensten nur über geschäftsführende Direktoren notwendig gewesen. Die Ausrichtung des Sanitätsbetriebes ist jene, diese “verkürzten” Beauftragungen nur für Abteilungen und Dienste vorzunehmen, die unter Umständen von der Gesundheitsreform betroffen sind. Dieser Grundsatz findet auch auf die Verlängerung von Primar-Aufträgen Anwendung.

25 Millionen Euro für neues Personal

Generaldirektor Thomas Schael informierte die anwesenden Gewerkschaftsvertreter, dass die Landesregierung am Dienstag eine Zusatzfinanzierung von 25 Millionen Euro für Neuanstellungen von Ärzten und Pflegepersonal genehmigt hat.

Trotz der Schwierigkeit, am Arbeitsmarkt neue Fachärzte in bestimmten Disziplinen zu finden, stellt dies eine sehr wichtige Neuerung dar. Generaldirektor Thomas Schael: “Die Unterstützung von Seiten der Politik ist für die Versorgung der Bevölkerung von großer Bedeutung und hilft uns als Betrieb enorm in der Umsetzung der strengen EU-Arbeitszeitregelung.”

stol

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