Seit dem späten Mittwochvormittag saßen die Gesundheitslandesrätin, der SVP-Obmann und Landeshauptmann Arno Kompatscher mit den Bürgermeistern von Innichen, Schlanders und Sterzing, den SVP-Bezirksobleuten, den Präsidenten der Bezirksgemeinschaften und einigen Vertreter der Brunecker Gemeindepolitik beisammen. Stocker wollte den Gemeindepolitikern ihren überarbeiteten Entwurf zur Gesundheitsreform erläutern.Innere Medizin, Orthopädie und ChirurgieAnders als ursprünglich geplant, soll den kleinen Krankenhäusern nicht mehr nur eine einzige interdisziplinäre Abteilung rund um die Uhr erhalten bleiben. Der Kompromissvorschlag, über den am Montag im SVP-Parteiausschuss abgestimmt wird, sieht vor, dass es überall - ganztägig besetzt - eine Abteilung für innere Medizin und eine kombinierte Abteilung aus Orthopädie und Chirurgie geben soll.Auch Erste-Hilfe-Stationen bleibenZudem sollen auch die Erste-Hilfe-Stationen erhalten bleiben. Deren Organisation sei laut Landesrätin Stocker noch zu definieren. Sie möchte hierfür in allen sieben Südtiroler Krankenhäusern auch die Hausärzte mehr einbinden, was allerdings auch von der jeweiligen Verfügbarkeit abhängt.Pro Bezirk nur ein Primar pro FachEine wichtige Neuerung betrifft auch die Leitung der jeweiligen Abteilungen: Pro Bezirk solle es laut Stocker künftig nur mehr einen Primar pro Fach geben, also beispielsweise denselben Primar für Innere Medizin für Meran und Schlanders oder für Bruneck und Innichen. Diese Neuregelung muss aber nicht bedeuten, dass der Primar des größeren Spitals den Zuschlag bekommt.Was die Geburtenabteilungen betrifft, hatte der Landeshauptmann angekündigt, er wolle sich in den anderen Regionen Norditaliens in Sachen Sicherheits- und Qualitätsstandards umhören (siehe eigener Bericht).