Mittwoch, 04. Mai 2016

Sanität setzt auf grenzenlose Zusammenarbeit

Voneinander lernen, Kooperation und Koordination – das Sanistätswesen will Grenzen überwinden. So der Tenor bei einem Treffen der Spitzenvertreter und IT-Verantwortlichen der Gesundheitsversorger aus Südtirol, Nordtirol und dem Trentino.

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Foto: © APA/EPA

Das Treffen am Dienstag war bereits das zweite dieser Art, das erste hatte auf Initiative von Gesundheitslandesrätin Martha Stocker bereits im vergangenen März stattgefunden.

Besprochen wurde diesmal vor allem die Herausforderungen infolge der grenzüberschreitenden Patientenversorgung zwischen Südtirol, Nordirol und dem Trentino.

„Wir brauchen“, so Sabes-Sanitätsdirektor Oswald Mayr, „vor allem offenen und transparenten Austausch von Patienteninformationen.“

Mehrfachuntersuchungen könnten so vermieden und damit Zeit und Kosten gespart werden. Konkret gelte es eine Möglichkeit zu finden, die elektronische Patientenakte euregioweit nutzbar zu machen.

Drei Problembereiche gilt es für einen effizienten Informationsaustausch anzupassen und auf einen Nenner zu bringen: die technischen Voraussetzungen, den Inhalt und die Privacy-Bestimmungen.

Drei Arbeitsgruppen werden sich dieser Bereiche nun annehmen, so das Ergebnis der Zusammenkunft, und konkrete Lösungsvorschläge unterbreiten. Ein erster Schritt in Richtung Informationsaustausch im medizinischen Bereich wurde ebenfalls beschlossen: in Kürze soll eine Videokonferenzplattform implementiert werden, über die sich Mediziner der drei Länder austauschen können. Übrigens: Die Kommunikation innerhalb der „Gesundheits-IT-Euregio“ war dank Sprachkenntnisse der Beteiligten kein Problem und fand auf Englisch statt.

stol