Bei Rettungseinsätzen werden neben den Rettungssanitätern verstärkt auch Krankenpfleger Dienst tun.Pilotprojekt liefert Erfahrungen – Dienste werden aufgestocktDem heute verabschiedeten Modell liegen die Erfahrungen aus einem seit 2005 in Bozen und Meran laufenden Pilotprojekt zugrunde, bei dem Krankenpfleger werktags von sieben bis 19 Uhr in Notarztfahrzeugen und Rettungswägen eingesetzt werden. Mit dem heutigen Beschluss wird der Krankenpflegedienst im Rettungswesen aufgestockt: Am Krankenhaus Bozen werden zwei Krankenpfleger für Rettungseinsätze 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche in Bereitschaft sein. In Meran, Bruneck und Brixen jeweils ein Krankenpfleger. "Die Krankenpfleger werden flexibel in Fahrzeugen mit Notarzt und in Rettungswägen eingesetzt. Außerhalb der Einsätze verrichten die Krankenpfleger ihren Dienst im Krankenhaus", so Landesrat Richard Theiner. Einschulung in den Krankenhäusern – 200.000 Euro MehrkostenWeil für den Einsatz im Rettungsdienst Krankenpfleger eigens geschult werden müssen, erfolgt deren Einsetzung schrittweise in den vier Schwerpunktkrankenhäusern. Den Anfang machen Bozen und Meran noch im laufenden Jahr, es folgen Brixen im kommenden Jahr und Bruneck 2013, informierte Theiner.Nach Robert Peer, Pflegedirektor des Sanitätsbetriebs, mache der Einsatz von Krankenpflegern in Rettungswägen allein in den vier großen Krankenhäusern ab 2013 rund 200.000 Euro Mehrkosten im Jahr aus. Zusammenarbeit von Fachkräften und freiwilligen HelfernEin Rettungswagen muss im städtischen Bereich innerhalb acht, im ländlichen Gebiet innerhalb 20 Minuten am Einsatzort sein. "Die hohe Einsatzbereitschaft können wir nur sicherstellen, wenn alle Fachkräfte und die rund 3000 sehr gut ausgebildeten freiwilligen Helfer optimal zusammenarbeiten", so der Landesrat.Theiner will sich zudem in Rom dafür einsetzen, dass auf staatlicher Ebene ein Berufsbild für Rettungssanitäter geschaffen wird.„Aufgaben aller klar geregelt“"Damit sind die Aufgaben aller klar geregelt und es wird garantiert, dass der Patient bestmöglich betreut wird. Wenn wir den hohen Standard und die flächendeckende Versorgung durch die Rettungsdienste gewährleisten wollen, sind wir auf alle Beteiligten angewiesen, auf Notärzte, Krankenpfleger und Rettungssanitäter", so Landeshauptmann Luis Durnwalder.