Mittwoch, 27. Juni 2018

Sanitäts-Skandal: Versicherungsschutz verlängert

Das Chaos rund um den Versicherungsschutz aller Südtiroler Krankenhausärzte und -pfleger, der mit Monatsende verfallen sollte, hat nun offenbar ein Ende. Laut einer Aussendung des Sanitätsbetriebes am Mittwochabend konnte eine Einigung erzielt werden - im letzten Moment.

Im Sanitätsbetrieb ist es zu einem Skandal gekommen (Symbolfoto).
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Im Sanitätsbetrieb ist es zu einem Skandal gekommen (Symbolfoto). - Foto: © shutterstock

In den Verhandlungen zwischen Versicherung und Südtiroler Sanitätsbetrieb konnte im letzten Moment eine Einigung erzielt werden, wie der Südtiroler Sanitätsbetrieb in einer Presseaussendung am Mittwochabend mitteilt. 

Die Versicherung hat demnach eingewilligt, die bestehende Polizze zu gleichen Bedingungen für ein weiteres Jahr zu verlängern. „Dies in Erwartung des Abschlusses der bereits veröffentlichten Ausschreibung für Versicherungsleistungen für die nächsten drei Jahre. Nach der für Donnerstag geplanten Überweisung der Versicherungsprämie läuft der Versicherungsschutz für alle Krankenhäuser und Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebes ohne Unterbrechung weiter“, beruhigt der Sanitätsbetrieb. 

Nicht zuletzt aufgrund der politischen Intervention sei es demnach gelungen, eine Lösung für den Versicherungsschutz für Schäden, die möglicherweise aufgrund grober Fahrlässigkeit von Mitarbeitern des Südtiroler Sanitätsbetriebes verursacht werden, zu finden. Sowohl Landeshauptmann Arno Kompatscher als auch der Südtiroler Sanitätsbetrieb haben in Richtung des in der Sitzung der Betriebsdirektion mit den Gewerkschaftsvertretern angesprochene Lösungsvorschlags, die bestehende Polizze um ein weiteres Jahr weiterzuführen, hingearbeitet.

Mitarbeiter spät informiert 

Am Monatsende hätte der Versicherungsschutz gegen grobe Fahrlässigkeit verfallen sollen. Der Sanitätsbetrieb informierte die Mitarbeiter darüber sehr spät. Deshalb wollten Ärzte nur noch Notfälle behandeln (STOL hat berichtet)

Zu allem Überfluss stellte sich am Dienstag auch noch heraus, dass ab 1. Juli  der gesamte Sanitätsbetrieb mit seinen 7 Spitälern ohne Versicherungspolizze ist.

stol

stol