Dienstag, 26. September 2017

Sanitätsbetrieb: 200 Ärzte wollen nach Südtirol

Immer wieder wird Kritik am Südtiroler Sanitätsbetrieb laut, etwa was die langen Wartezeiten betrifft. Diese sollen nun dank zusätzlichem Personal verkürzt werden. Auf die freien Stellen haben sich 200 Interessierte gemeldet.

Rund 200 Ärzte haben sich auf Facharztstellen in Südtirol beworben.
Badge Local
Rund 200 Ärzte haben sich auf Facharztstellen in Südtirol beworben. - Foto: © shutterstock

Am 22. September 2017 verfiel die Frist für die Bewerbung auf Facharztstellen im Südtiroler Sanitätsbetrieb in den Bereichen Dermatologie, Augenheilkunde, Orthopädie, HNO, Neurologie und Innere Medizin. Rund 200 interessierte Ärzte haben sich dafür beworben. „Eine Zahl, die in Zeiten des akuten Facharztmangels ein gutes Omen auch für den Abbau der Wartezeiten ist“, wie der Sabes am Dienstag in einer Pressemitteilung feststellt.

Nicht sicher, wer tatsächlich nach Südtirol kommt

Laut Generaldirektor Thomas Schael müsse man nun alle personalrechtlichen Aspekte überprüft, zudem müsse sich noch zeigen, wie viele Bewerber letztendlich nach Südtirol kommen. Trotzdem sei man stolz darauf, dass es gelungen sei, in Zeiten des europaweiten Fachärztemangels so großes Interesse zu wecken.

In den nächsten Wochen werden die Wettbewerbskommissionen ihre Tätigkeit aufnehmen, damit auch die kompetentesten Bewerber zum Zug kommen.

Für jene Bereiche, in denen die Wartezeiten besonders hoch sind, hat die Landesregierung zusätzliche Stellen genehmigt. Die

Bewerberinnen und Bewerber sind Fachärzte folgender Bereiche:

·         Dermatologie:        19 Interessierte

·         Augenheilkunde:    14 Interessierte

·         Orthopädie             29 Interessierte

·         HNO                       43 Interessierte

·         Neurologie             33 Interessierte

·         Innere Medizin       58 Interessierte

Interessierte müssen nicht im Besitz des Zweisprachigkeitsnachweises sein. Sie können mit jährlicher Verlängerungsoption bis zu 3 Jahre angestellt werden und müssen in dieser Zeit verpflichtend die zweite Sprache erlernen. Nach Ablauf dieser Frist muss der erforderliche Zweisprachigkeitsnachweis erbracht werden. Damit ist es möglich, an einem Wettbewerb zur Erhaltung der Stammrolle teilzunehmen, welcher eine unbefristete Anstellung garantiert.

Neue Stellen wegen Pflichtimpfungen 

Auch für die Durchführung der neu eingeführten Pflichtimpfungen wurden von der Landesregierung weitere zehn Facharzt- und 15 Sanitätsassistentenstellen bzw. für Pflegekräfte genehmigt, die diesbezüglichen Ausschreibungen starten in Kürze.

stol

stol