<a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/215-aerzte-schlagen-alarm-offener-brief-gegen-neue-krankenhaus-software" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">215 Ärzten aus den Gesundheitsbezirken Bruneck und Brixen haben die Einführung des neuen Krankenhausinformationssystems NGH in einem offenen Brief kritisiert.</a> Nun nimmt der Südtiroler Sanitätsbetrieb dazu Stellung.<BR /><BR />Ziel sei es, eine landesweit einheitliche digitale Plattform für Dokumentation, Behandlungsplanung und Informationsaustausch zu schaffen. Nach der Einführung in Bozen und Meran werde NGH derzeit in den Gesundheitsbezirken Brixen und Bruneck implementiert. Der Sanitätsbetrieb räumt ein, dass die Nutzerfreundlichkeit des Systems noch verbessert werden müsse. <BR /><BR />„Die Rückmeldungen aus den Abteilungen werden ernst genommen“, heißt es in der Stellungnahme. Gemeinsam mit den Anwendern werde laufend an Verbesserungen gearbeitet. Gleichzeitig weist der Sanitätsbetrieb darauf hin, dass die Einführung eines Krankenhausinformationssystems dieser Größenordnung ein umfassender Veränderungsprozess sei. <BR /><BR />Die zusätzlichen Belastungen für die Mitarbeiter seien bekannt. Deshalb sei es wichtig, Rückmeldungen aus der Praxis strukturiert aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Entscheidung für NGH sei getroffen worden, weil die Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und die digitale Vernetzung von Gesundheitsdaten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen seien. <BR /><BR />„Ein modernes Gesundheitssystem braucht digitale Strukturen, die diesen Anforderungen langfristig gerecht werden“, betont der Sanitätsbetrieb. Eine Abkehr vom eingeschlagenen Weg schließt die Gesundheitsverwaltung aus. „Der eingeschlagene Weg hin zu einem einheitlichen Krankenhausinformationssystem für alle sieben Krankenhausstandorte kann daher nicht zur Diskussion gestellt werden und muss fortgesetzt werden“, heißt es in der Mitteilung. <h3> Technische Probleme beheben und Verbesserungen umsetzen</h3>Zugleich werde das System laufend an die Anforderungen des klinischen Alltags angepasst. Ein Krankenhausinformationssystem sei „kein fertiges Produkt von der Stange, sondern ein dynamischer Prozess“. Nach Angaben des Sanitätsbetriebs begleiten Task Forces in den Gesundheitsbezirken, mehr als 100 sogenannte Key User sowie ausgebaute Supportstrukturen die Einführung des Systems. <BR /><BR />Ziel sei es, technische Probleme rasch zu beheben und Verbesserungen umzusetzen, die den Arbeitsalltag in den Krankenhäusern erleichtern. Abschließend bedankt sich der Sanitätsbetrieb bei den Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Geduld. Deren Erfahrungen und Rückmeldungen seien entscheidend, um NGH im Interesse des Gesundheitspersonals und der Patienten weiterzuentwickeln.