Montag, 23. Dezember 2019

Sanitätsbetrieb will Millionen eintreiben

Über 3,6 Millionen Euro sind Patienten dem Südtiroler Sanitätsbetrieb allein in den Jahren 2017 und 2018 für Behandlungen schuldig geblieben. Diese werden nun nach und nach eingetrieben. Das berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ in seiner Montagausgabe.

Der Sanitätsbetrieb will Millionen eintreiben – ob es gelingt, wird sich zeigen.
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Der Sanitätsbetrieb will Millionen eintreiben – ob es gelingt, wird sich zeigen. - Foto: © Erwin Wodicka
„Wenn es sein muss, auch mit Pfändung“, sagt Gesundheitslandesrat Thomas Widmann.

Um die Schulden einzutreiben, greift der Sanitätsbetrieb auf verschiedene Rechtsmittel zurück. So gab es bei Patienten aus Italien, die auf keine der schriftlich mitgeteilten Forderungen reagierten, bereits Lohn- oder Rentenpfändungen.

Schwieriger ist die Situation bei ausländischen Schuldnern. Hier ist der Weg zur Schuldeneintreibung ein langwieriger.

Die Erfolgsquote ist bislang eher mäßig. 10 bis 12 Prozent der offenen Rechnungen konnten in Vergangenheit außergerichtlich eingehoben werden.

„Sich behandeln lassen und dann nicht zahlen, geht gar nicht“, sagt Landesrat Widmann.


em