Montag, 17. Mai 2021

Sanofi meldet starke Wirkung seines Impfstoffs in Tests

Sollte eine großangelegte Studie mit Tausenden Probanden erfolgreich sein, könnte der Impfstoff von Sanofi noch im vierten Quartal dieses Jahres zugelassen werden.

Noch dieses Jahr könnte er zugelassen werden: Der französisch-britische Impfstoff der Konzerne Sanofi und GSK zeigt vielversprechende Resultate. Er könnte im Kampf gegen Mutationen eine Rolle spielen.
Noch dieses Jahr könnte er zugelassen werden: Der französisch-britische Impfstoff der Konzerne Sanofi und GSK zeigt vielversprechende Resultate. Er könnte im Kampf gegen Mutationen eine Rolle spielen. - Foto: © APA/afp / PHILL MAGAKOE
Der französische Pharmakonzern Sanofi treibt nach Rückschlägen die Entwicklung seines Corona-Impfstoffs voran. Das mit GlaxoSmithKline (GSK) entwickelte Präparat zeige in einer Phase-2-Studie bei allen Altersklassen eine starke Wirkung, teilte das Unternehmen am Montag mit. Voraussichtlich in den nächsten Wochen werde eine großangelegte Studie der Phase 3 mit Tausenden Probanden starten. Bei Erfolg könnte das Vakzin noch im vierten Quartal dieses Jahres zugelassen werden.

Eine Zulassung ist Voraussetzung für Bestellungen etwa durch die EU. Sanofi war gegenüber Konkurrenten wie Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und AstraZeneca bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes in den Rückstand geraten.

Probanden zwischen 18 und 95

Die Zwischenergebnisse zeigten nach der zweiten Dosis in 95 bis 100 Prozent der Fälle die Bildung von Antikörpern, berichtete Sanofi. Getestet wurden Probanden im Alter von 18 bis 95 Jahren. Der Konzern setzt bei dem Impfstoff auf die gleiche Technologie wie bei seinen üblichen Grippemitteln, nimmt jedoch zur Verstärkung eine Substanz von GSK hinzu.

Mit den Studienergebnissen steigen die Unternehmen wieder in das Rennen um die Entwicklung von Corona-Impfstoffen ein. Im Dezember mussten sie mit ihren Test noch einmal von vorne beginnen und den Markteintritt verschieben, weil die Wirkung bei älteren Testpersonen nur schwach war.

apa/reuters