Dienstag, 27. Juli 2021

Sardinien: 200.000 Hektar Land verbrannt – Nun leichte Entwarnung

Im Kampf gegen die Feuer auf Sardinien hat die Feuerwehr vorsichtig Entwarnung gegeben. Die Situation sei unter Kontrolle und bessere sich, teilten die Einsatzkräfte am Dienstag im Netz mit. Auf der Insel brannten hauptsächlich Wälder, auch einige Gebäude waren betroffen. 5 Löschflugzeuge seien weiterhin in der Luft und zahlreiche Feuerwehrleute am Boden im Einsatz, hieß es.

Die Feuerwehrleute in der Provinz Oristano im Westen von Sardinien arbeiten ohne Pause. - Foto: © René Holzknecht
Frankreich und Griechenland unterstützten die Italiener mit je 2 Fliegern zur Brandbekämpfung. Die Zivilschutzbehörde sagte für den Dienstag ein mittleres Brand-Risiko für ganz Sardinien voraus.

Wie berichtet, loderten seit einigen Tagen Flammen im Westen Sardiniens in der Provinz Oristano. Geschätzt 20.000 Hektar Land verbrannten. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der Schaden dürfte der Zeitung „La Repubblica“ zufolge im dreistelligen Millionen-Bereich liegen. Die Regierung Sardiniens teilte mit, das Verfahren für Hilfsgelder zu verkürzen, damit Bürger und Unternehmen schneller Unterstützung erhielten, um Schäden zu beseitigen.

15 Jahre um Wälder aufzuforsten

Leute vor Ort berichteten, es rieche in der Luft überall verbrannt. Feuer und Qualm seien auch vom Strand aus zu sehen - auch von beliebten Touristenorten aus. Der Agrarverband Coldiretti sprach von einer „Katastrophe“ und erheblichen Schäden für die Landwirtschaft. Die Wälder wieder aufzuforsten dürfte bis zu 15 Jahre dauern. Hitze und Trockenheit hätten die Feuer begünstigt.

Auch 4 Südtiroler kämpfen auf Sardinien gegen die Flammen: Die Bilder, die sie aus der Region geschickt haben finden Sie hier.

apa