Mittwoch, 06. Dezember 2017

Sarnthein: Sieben Betten für die intermediäre Pflege

Die Schnittstelleneinrichtung soll wie vom Landesgesundheitsplan 2016-2020 vorgesehen als intermediäre Struktur eingestuft werden. Schon seit 2007 ist die ehemalige "Infermerie" von Sarnthein eine Schnittstelleneinrichtung zwischen wohnortnaher Versorgung und Krankenhaus. Insgesamt gibt es sieben Betten für die akute und für die post-akute Versorgung.

 Insgesamt gibt es sieben Betten in Sarnthein für die akute und für die post-akute Versorgung.
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Insgesamt gibt es sieben Betten in Sarnthein für die akute und für die post-akute Versorgung. - Foto: © shutterstock

Ziel dieses Projekts ist es, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und wohnortnahen Betreuungseinrichtungen zu verbessern, auch, um die Betreuungskontinuität zu gewährleisten und die Zahl nicht unbedingt notwendigen Krankenhausaufenthalte zu verringern. Zudem werde auf diesem Weg auch die Möglichkeit unterstützt, dass ein Patient so lange wie möglich zu Hause, in seinem eigenen Umfeld, betreut werden kann.

Aufgenommen werden sollen die Patienten aus dem Einzugsgebiet der Gemeinde Sarntal, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes entweder in das Krankenhaus eingewiesen werden müssten oder die aus dem Krankenhaus entlassen werden könnten, für eine bestimmte Zeit aber eine Rund-um-die-Uhr-Pflege oder -Beobachtung brauchen, und diese zu Hause nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

Schnittstelleneinrichtung wird neu bewertet

Auf Grundlage des Landesgesundheitsplans hat die Landesregierung am Mittwoch beschlossen, dass die sieben Betten für die akute und die post-akute Versorgung in Sarnthein als Intermediärbetten bereitgestellt werden. Sobald die Kriterien für die Bewilligung und Akkreditierung von Krankenhauseinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen mit Intermediärbetten vorliegen, wird diese Schnittstelleneinrichtung neu bewertet. Zudem wird die Akkreditierung für die Schnittstelleneinrichtung zwischen wohnortnahen Versorgungseinrichtungen und Krankenhaus bis zum 31. Dezember 2018 verlängert.

Für Gesundheitslandesrätin Martha Stocker ist Sarnthein nicht nur ein gutes Beispiel dafür, wie der Landesgesundheitsplan umgesetzt werden kann, sondern auch für die Anerkennung der Einrichtungen in der Nähe des Wohnorts.

"Auch dank dieser Einrichtungen für die intermediäre Pflege wird es möglich sein, qualitativ hochwertige medizinische Betreuung immer flächendeckender anzubieten", betont sie, gleichzeitig könne die Arbeitsbelastung der Krankenhäuser verringert werden.

Derzeit arbeiten in der Sarner Einrichtung vier Allgemeinmediziner, die jeweils ihre eigenen Patienten betreuen. Auch Krankenpfleger und Pflegehelfer sind beschäftigt.

stol