Diese werfen der SASA vor, dass trotz hoher finanzieller Zuwendungen des Landes bei den Beschäftigten nur „Krümel“ ankämen. Zudem sei das am 27. November 2025 unterzeichnete Abkommen in einem Referendum von der Mehrheit der Arbeitnehmer abgelehnt worden. <BR /><BR />„Die SASA ignoriert das Ergebnis dieser Abstimmung und diskriminiert nun Beschäftigte aufgrund ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit“, so Girolamo Frenna von der Gewerkschaft USB. So seien Mitglieder von FILT-CGIL, UGL, OR.S.A. oder USB von den Lohnerhöhungen und Welfare-Leistungen ausgeschlossen.<h3> Arbeitsbedingungen werden kritisiert</h3>Auch die Arbeitsbedingungen stehen in der Kritik. „Der menschliche Aspekt wird außen vor gelassen. Busfahrer kommen oft weder dazu, etwas zu essen, noch sanitäre Anlagen zu benutzen“, ärgert sich Frenna. Wie SASA-Generaldirektor Ruggero Rossi de Mio betont, werde bei den Dienstplänen jedoch sehr wohl auf nötige Pausen geachtet. <BR /><BR />„Die große Nachfrage an dem Ausbildungsprogramm SASA Academy sowie zahlreiche Neueinstellungen bestätigen, dass das Berufsfeld im Unternehmen durchaus attraktiv ist“, so Rossi de Mio. Dem Argument widersprechen die Gewerkschaften entschieden und betonen, dass viele Beschäftigte die Tätigkeit aus finanzieller Notwendigkeit ausüben.<h3> Maßnahmen zur Sicherheit</h3>Darüber hinaus werden angesichts der steigenden Anzahl an Übergriffen auf Bus- und Bahnpersonal auch Sicherheitsfragen immer drängender. Vonseiten der SASA heißt es, dass alle neuen Fahrzeuge mit Trennwänden ausgestattet sind und Überwachungskameras inzwischen zur Standardausstattung gehören. <BR /><BR />„Darüber hinaus gibt es ein Kooperationsprotokoll für die Zusammenarbeit mit der Bozner Quästur, den Carabinieri und der Stadtpolizei“, erklärt Rossi de Mio. Dennoch sei es nicht möglich, auf den 3.500 Fahrten pro Tag Sicherheitspersonal bereitzustellen.<BR /><BR />Eine Einigung werde laut SASA vor allem durch die acht beteiligten Gewerkschaften und deren Uneinigkeit erschwert. „Die Verhandlungen der vergangenen Monate waren äußerst komplex und herausfordernd“, so Rossi de Mio. Dennoch betone das Unternehmen, dass das Wohl der Mitarbeiter stets im Mittelpunkt stehe. Eine rasche Lösung ist derzeit jedoch nicht in Sicht und weitere Streiks wohl nicht ausgeschlossen.