Die Organisatoren der Weltcup-Rennen in Gröden konnten in diesem Jahr auf einen außergewöhnlichen Partner zählen: die Cargo-Drohne FB3 von FlyingBasket, einem Südtiroler Start-up-Unternehmen. In den vergangenen Tagen wurde das Modell als technologische Lösung eingesetzt, um Ausrüstung für die Fernsehproduktion sowie technisches Material zu zentralen Punkten entlang der Saslong-Rennstrecke zu transportieren.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1252020_image" /></div> <BR /><BR />In lediglich vier Flügen von jeweils wenigen Minuten legte die Drohne mit Lasten von bis zu 100 Kilogramm Distanzen von bis zu fünf Kilometern zurück und überwand dabei 650 Höhenmeter – bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 31 km/h. Die gesamte Aktion dauerte etwas mehr als drei Stunden und erforderte lediglich zwei Bediener. <BR /><BR />Die schnelle Durchführung und präzise Abwürfe ermöglichten eine deutliche Optimierung der Logistik: Fahrzeugbewegungen konnten auf ein Minimum reduziert werden – ebenso die Eingriffe in die für das Event final präparierten Pisten. Dadurch ließen sich Emissionen und die für die traditionelle Berglogistik typischen Umweltbelastungen spürbar verringern.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1252023_image" /></div> <BR /><BR />Die FB3-Drohne erreichte auch schwer zugängliche Hochlagen, ohne bestehende Infrastrukturen zu beeinträchtigen oder zusätzliche logistische Maßnahmen zu benötigen. Das trug zu einem effizienteren, sichereren und nachhaltigeren Ablauf bei. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die fehlende direkte Sichtverbindung zwischen Start- und Zielpunkt dar, da der Landeplatz hinter einem Gebirgskamm lag. Um dennoch eine stabile und durchgehende Datenverbindung sicherzustellen, kam ein Starlink-Satellitenkommunikationssystem zum Einsatz, das ein leistungsstärkeres und zuverlässigeres Signal als herkömmliche Funkverbindungen bietet. Diese Konfiguration ermöglichte die vollständige Kontrolle der Drohne selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.<BR /><BR />„Diese Anwendung zeigt, dass Luftlogistik mit Drohnen eine zuverlässige Lösung für Veranstaltungen in großer Höhe ist“, erklärte Moritz Moroder, CEO und Mitgründer von FlyingBasket. „Unsere Drohnen ermöglichen einen schnellen, präzisen und nachhaltigen Materialtransport, reduzieren die Umweltbelastung und erhöhen die Sicherheit – ein Effizienzmodell, das bei der Organisation großer Sportereignisse in den Bergen den entscheidenden Unterschied machen kann.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1252026_image" /></div> <BR /><BR />Der Einsatz „daheim in Gröden“ reiht sich in den kontinuierlichen Erprobungs- und Entwicklungsprozess von FlyingBasket ein. Erst vor wenigen Monaten hatte das Start-up im Rahmen eines Pilotprojekts des Landes Südtirol erstmals vier abgelegene Schutzhütten erfolgreich mit realen Flügen unter komplexen Betriebsbedingungen versorgt (wir haben berichtet). Der Einsatz beim Skiweltcup in Gröden – und in noch größerem Maßstab die logistischen Operationen im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 – verschaffen dem Unternehmen mit Sitz in Bozen nun zusätzlichen Rückenwind und internationale Aufmerksamkeit.