Montag, 15. Mai 2017

Schadstoffe in Gebäuden: Lüften beugt vor

Die Luftqualität in Südtirols Schulen, Wohnungen und anderen Gebäuden ist teilweise bedenklich, wie Messungen der Landesagentur für Umwelt ergeben haben. Und die Umweltagentur sagt auch, was man dagegen tun kann: Regelmäßig Lüften.

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Foto: © shutterstock

„Wir verbringen sehr viel Zeit in geschlossenen Räumen, sei es bei der Arbeit, in der Schule, beim Wohnen. Umso wichtiger ist es für das gesundheitliche Wohlbefinden, dass wir der Luftqualität größere Aufmerksamkeit schenken“, betont die Landesagentur für Umwelt.

Mit diesem Thema befasste sich auch eine Tagung, die am vergangenen Sonntag am Bozner Zentralkrankenhaus stattfand. „Die Luft in geschlossenen Räumen setzt sich aus Schadstoffen zusammen, die einerseits von außen kommen und die andererseits von Materialien und von Personen stammen, die sich in den Räumen aufhalten“, erklärte Luca Verdi, Direktor des Labors für physikalische Chemie. „Durch das Ein- und Ausatmen von Menschen steigt in geschlossenen Räumen der Anteil an Kohlendioxid und auch die Anzahl an Krankheitserregern wie Bakterien und Viren.“

Weitere Messungen ergaben, dass besonders dem Radon, dem Kohlendioxid und dem Formaldehyd besondere Aufmerksamkeit zu schenken sind. „Obwohl sich die Quellen dieser Schadstoffe voneinander vollkommen unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Durch regelmäßiges Lüften kann man einen ebenso einfachen wie wirksamen Beitrag zur Vorbeugung von Erkrankungen leisten“, sagte Verdi. 

stol/lpa

stol