Dienstag, 11. August 2020

Schäden nach Muren und Überschwemmungen

Nach dem Murabgang am Montag Abend im Tschenglserbach und in Obervintl sind die Mitarbeiter der Agentur für Bevölkerungsschutz im Einsatz.

Funktion erfüllt: Die Schutzbauten oberhalb von Tschengls haben das Geschiebematerial nach dem gestrigen Starkregen zurückgehalten.
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Funktion erfüllt: Die Schutzbauten oberhalb von Tschengls haben das Geschiebematerial nach dem gestrigen Starkregen zurückgehalten. - Foto: © Agentur für Bevölkerungsschutz/Luca Messina
Nach den heftigen Gewittern mit Starkregen am gestrigen Abend sind in mehreren Teilen des Landes Bäche über die Ufer getreten und Muren abgegangen. Personen kamen keine zu Schaden.

Muren im Tschenglserbach und im Gadriabach

Am Montagabend ist eine Mure im Tschenglserbach abgegangen, berichtet der Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West Peter Egger: Um 20.03 Uhr wurde Feuerwehralarm gegeben, die Mure ging etwa eine halbe Stunde später gegen 20.30 Uhr ab.

In den beiden Rückhaltebecken oberhalb des Dorfes wurden an die 12.000 Kubikmeter Material abgelagert und geschätzte 2000 Kubikmeter im Biotop Tschenglser Au, der Radweg wurde übermurt.



Auch im Gadriabach ging um 19.30 Uhr eine Mure ab, an die 15.000 Kubikmeter Material füllten das Becken oberhalb von Allitz in der Gemeinde Laas komplett auf, da dort bereits vor einer Woche nach einem Murabgang ebenfalls in etwa dieselbe Menge abgelagert worden war.

„Die Geschieberückhaltesperren sind von größter Wichtigkeit, weil sie im Falle eines Murganges die Geschiebemassen oberhalb der Ortschaften zurückhalten und so den Abfluss des restlichen Hochwassers gewährleisten“, betont Amtsdirektor Egger.

Das Material muss erst abtrocknen, damit die Bagger mit den Räumungsarbeiten beginnen können. Amtsdirektor Egger hat eine Sofortmaßnahme von 120.000 Euro für die Räumung in die Wege geleitet.

Am Nachmittag wurden die Schäden bei einem Hubschrauberflug erhoben.

lpa

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