Außerdem beklagt man in der Gemeinde, von dem Vorhaben des Landes nicht informiert worden zu sein. Was die zuständige Landesabteilung dazu sagt. <BR /><BR />Die Gerüchte, dass auf dem Grundstück des Landes am Ortseingang von Kematen ein Lagerplatz des Landesbauhofes entstehen könnte, gibt es schon länger. Auf eine entsprechende Nachfrage von SVP-Rätin Martina Kirchler im Februar im Gemeinderat erklärte Bürgermeister Josef Nöckler (Bürgerliste), über keine offiziellen Informationen zu verfügen. <BR /><BR />Dies bestätigte er am Dienstag und ließ es auch Landesrat Daniel Alfreider wissen. Er bzw. die Gemeindeverwaltung seien „nie schriftlich von Seiten des zuständigen Straßendienstes über dieses Vorhaben bzw. über den Zweck des ,temporären Lagers‘ informiert“ worden. Auch die vorherige Gemeindeverwaltung hätte ein Ansuchen des Landesbauhofes um Errichtung eines temporären Lagerplatzes bei der Ortseinfahrt von Kematen immer abgelehnt, so Nöckler.<h3> Einstellen der Arbeiten verlangt</h3>Dass gestern die Bagger aufgefahren seien, habe ihn deshalb „sehr erzürnt“. „Hier handelt es sich um eine Bannzone, noch dazu um einen Kreuzungsbereich“, betont er. „Das ist ein Schandfleck sondergleichen an einer Dorfeinfahrt. Noch dazu, wo uns das Land jedes noch so kleine Schild an einer Kreuzung aus Sicherheitsgründen rigoros verbietet.“ Er habe jedenfalls sofort verlangt, dass die Arbeiten eingestellt werden. Was zumindest bis gestern nicht erfolgt ist. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008623_image" /></div> <BR /><BR />Auch Martina Kirchler pflichtet Nöckler in einem Schreiben ihrerseits an den Landesrat bei. Sie hatte bereits Anfang März die Sorgen ihrer Fraktion dem Landesrat mitgeteilt. Sie führt an, dass Ortseinfahrten die Visitenkarte eines Dorfes seien, ein Lagerplatz direkt an einer Einfahrt komme dem nicht entgegen. Außerdem sei eine „enorme Staubentwicklung“ zu befürchten, was in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten zu vermeiden sei. Auch würden Rad- und Fußgängerweg arg in Mitleidenschaft gezogen. <h3> Nicht Wunschstandort des Landes</h3>Landesrat Daniel Alfreider ließ am Montag – und damit nur einen Tag, bevor die Bagger auffuhren – wissen, dass der Lagerplatz des Straßendienstes für den Betrieb der Landes- und Staatsstraßen im Gemeindegebiet von Sand in Taufers notwendig sei und „dass das temporäre Lagern im Bereich der Straße durch den Straßenbetreiber gesetzlich erlaubt ist“. <BR /><BR /> Auf Nachfrage heißt es aus der Landesabteilung, dass es sich nicht um einen Wunschstandort des Landes handle, aber dieser zunächst einmal ins Auge gefasst worden sei, weil ein Lagerplatz für Schotter und andere Straßenbaumaterialien dringend notwendig sei. Außerdem verweist man auf einen Austausch mit den Vertretern der Gemeinde vor 3 Jahren. Ein alternativer Standort sei bis heute nicht gemeldet worden. <h3> Gemeinde schlägt Landesbauhof vor</h3>Diesen gebe es aber, wie Bürgermeister Nöckler gestern dem Landesrat mitteilte. Beim Landesbauhof in Mühlen, wo der Landes- und Staatsstraßendienst bereits einen Lagerplatz habe, wäre „laut urbanistischer Ausweisung noch erheblicher Platz für einen Ausbau eines temporären Lagers vorhanden“.<BR />