Im Vorjahr wollte der Freundeskreises für die Universität Innsbruck eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Projekt Medical School abhalten.Absagen durch die BankVon den bei der Planung eingebundenen Entscheidungsträgern verweigerten allerdings alle ihre Teilnahme. „Offensichtlich auf Weisung von oben“, mutmaßt Mahlknecht. Für ihn ein deutliches Zeichen dafür, dass die Medical School im stillen Kämmerchen beschlossen werden soll.Und Mahlknecht geht sogar noch einen Schritt weiter. „Die Öffentlichkeit wurde über die Beweggründe für dieses Projekt schlichtweg angelogen“, so Mahlknecht. „So wurde als Rechtfertigung behauptet, die Uni Innsbruck bzw. die österreichischen Universitäten seien wegen des Numerus clausus nicht mehr in der Lage, genug Studienplätze für Südtiroler anzubieten.“In Wirklichkeit studieren dort so viele Südtiroler wie schon lange nicht mehr, meldet die Südtiroler Hochschülerschaft, die das Projekt ebenfalls kritisch beurteilt. Auch die von der Landesregierung vorgelegten Zahlen der Medizinstudenten in Innsbruck würden so nicht stimmen, so Mahlknecht.Mit einem Minus von rund 40 Prozent hat zwar die Zahl der Studenten laut Statistik deutlich abgenommen, aber nicht jene der Südtiroler Absolventen. Diese ist nahezu unverändert geblieben. Im Klartext: Wer den Eingangstest schafft, schließt das Studium auch ab. „Ein Schritt in die tiefste Provinz“Für Mahlknecht bedeutet das Projekt Medical School „einen weiteren Schritt Südtirols in Richtung Provinzialisierung und Italienisierung“. Die Medizinische Universität Innsbruck sei eine weltweit anerkannte und renommierte Ausbildungsstätte.„Die Projektbefürworter wollen hingegen im eigenen Saft schmoren“, so Mahlknecht. Das angeblich grenzüberschreitende Modell sei ein Riesenschwindel, der nur proforma für die Freigabe in Rom aufgezogen werde. In Wirklichkeit handle es sich aber um eine Außenstelle der Universität Florenz. D___________________________________________________Warum laut Mahlknecht die meisten Absolventen ihre Diplomarbeit auf Italienisch verfassen müssen und das ganze ein unfreundlicher Akt gegenüber Österreich sei, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der "Dolomiten".