„In Kaltern ist die Erweiterung der Schottergrube trotz zahlreicher Bedenken genehmigt worden“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung, in der darauf hingewiesen wird, dass „der Dachverband für Natur- und Umweltschutz in seiner Stellungnahme klar auf formelle und inhaltliche Mängel der vorgelegten Umweltvorstudie hingewiesen hat. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserem Wald sieht anders aus.“<BR /><BR />Mit Beschluss Nr. 174 vom 29. April 2025 hat der Gemeindeausschuss den Schotterabbau in der Schottergrube Ziegelstadel für weitere zehn Jahre erlaubt. „Aus der veröffentlichten Vorstudie geht hervor, dass die Marktgemeinde Kaltern zugestimmt hat, 51 Prozent des Abbauzinses dafür zu verwenden, die Schäden zu kompensieren, die durch den Eingriff in unseren Wald entstehen. Damit werden die Folgen privater Gewinnmaximierung der Allgemeinheit aufgebürdet – Gewinne werden privatisiert, Schäden sozialisiert. Der Schaden beschränkt sich nicht auf das Areal der Schottergrube. Um die Erweiterung zu ermöglichen, wurde der Prazollsteig vom Betreiber mit brachialen Methoden verlegt – ohne Rücksicht auf Natur, Landschaft oder die vielen Menschen, die diesen beliebten Steig nutzen“, heißt es weiters in der Aussendung. <BR /><BR />Mit Baggerarbeiten und der Rodung wertvoller Bäume wurde laut den Vereinen eine neue Trasse geschaffen, die extrem steil und kaum begehbar sei. „Das Versprechen, den Steigwart des AVS in die Neuplanung einzubeziehen, wurde von der Gemeindeverwaltung nicht eingehalten – das Ergebnis ist entsprechend verheerend“, so laut Aussendung.