Donnerstag, 15. Februar 2018

Schenna: Fischzucht wird zu Artenschutzzentrum

Die ehemalige Landesfischzucht wird zum Artenschutzzentrum für bedrohte Fischarten umgestaltet. Das Zentrum dient auch als Schulungsstätte für die Fischerprüfung, sowie in Zukunft für Besuche von Schulen und Interessierten.

Die ehemalige Landesfischzucht wird zum Artenschutzzentrum für bedrohte Fischarten umgebaut. - Foto: lpa
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Die ehemalige Landesfischzucht wird zum Artenschutzzentrum für bedrohte Fischarten umgebaut. - Foto: lpa

Im Rothalerweg in Schenna hat das im Aufbau befindliche Aquatische Artenschutzzentrum seinen Sitz. Es wird von der Agentur Landesdomäne geführt. Auf der Grundlage eines neuen Konzeptes wird die ehemalige Landesfischzucht in Zusammenarbeit mit der Wildbachverbauung des Landes zu einem Artenschutzzentrum für bedrohte autochthone Fischarten und Krebse umgestaltet.

Sicherung von bedrohten Arten

In diesem Zentrum soll unter anderem das Genpool der Marmorierten Forelle, der Äsche sowie von sechs der sieben geschützten Kleinfischarten Südtirols, der Elritze und des Dohlenkrebses gesichert werden.

Im vergangenen Jahr 2017 wurden im Artenschutzzentrum drei Naturteiche neu angelegt. Die Umzäunung der Anlage wurde in Angriff genommen. Die Minifließkanäle und die Langstrombecken wurden mit Kies und Steinen so naturnahe wie möglich gestaltet. Für die Bruthalle und die Minifließkanäle wurde eine Bachwasserzuleitung gelegt. Als Lebendfutter für die Brütlinge wurden Wasserflohkrebse gezüchtet.

Nun wird die Wildbachverbauung die großen Fließkanäle umbauen, damit noch im Laufe des Jahres ein möglichst naturnahes Fließgerinne für den Mutterfischstamm zur Verfügung steht.

lpa

stol