Dienstag, 08. August 2017

Schettino in Haft: Meditation und Pingpong

Der ehemalige „Costa Concordia“-Kapitän Francesco Schettino, der am 12. Mai dieses Jahres letztinstanzlich zu 16 Jahren Haft verurteilt worden ist und seitdem in Rom im Gefängnis sitzt, verbringt die Zeit hinter Gittern mit Meditation und Tischtennis.

Francesco Schettino verbringt die Haft mit Meditation und Pingpong.
Francesco Schettino verbringt die Haft mit Meditation und Pingpong. - Foto: © LaPresse

Er überlege außerdem, ein Jus-Studium zu beginnen, berichtete die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ am Dienstag.

„Ohne Meditation würde ich es hier nicht aushalten“, wurde der 56-Jährige zitiert. Der Ex-Kapitän, der in der römischen Strafanstalt Rebibbia seine Haft absitzt, denke daran, im kommenden Herbst ein Jus-Studium zu beginnen. Einmal wöchentlich erhalte er Besuch von seinen Angehörigen aus seinem Heimatort Meta di Sorrento bei Neapel.

Schettino fehlt das Meer

Schettino werde zudem von einem Psychologen betreut, hieß es. Am meisten fehle ihm das Meer, sagte er. Während des Freigangs trage er oft eine Plastikflasche mit Wasser und ein wenig Salz bei sich. Er schütte sich das Wasser auf den Kopf, um sich abzukühlen, dabei denke er an das Meer.

Das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ hatte im Jänner 2012 vor der Insel Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert. 32 der mehr als 4.200 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben.

An Bord befanden sich auch 77 Österreicher, die sich alle retten konnten. Das Oberste Gericht hatte im Mai mit dem letztinstanzlichen Urteil de facto die Strafe bestätigt, zu welcher der Kapitän bereits 2015 und 2016 verurteilt worden war.

apa

stol