"Wir sind es leid mit der Angst vor diesen Menschen zu leben", schrieb Massimo Bessone, Gemeinderat von Brixen und Koordinator der Lega Nord für das Eisack- und Pustertal, in Anbetracht des Vorfalles von Mittwochabend in "seiner Stadt".Er schildert einen ausgearteten Streit zwischen ausländischen Jugendlichen. Er schreibt vom Verfall des Brixner Bahnhofes und von einem Ort, an dem sich Problemkinder der Gesellschaft aufhalten und Vergehen an der Tagesordnung stünden.Nur ein schlichter Streit unter Schülern?"Ganz so drastisch ist es nicht", versucht Mauro Monti, Kommandant der Brixner Bahnpolizei, auf Nachfrage von STOL zu beschwichtigen. Konkret ging es in dem geschilderten Fall um eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen Schülern im Alter von 16, 17 Jahren bis ins zarte Erwachsenenalter. Begonnen habe der Streit wohl schon in der Mozartallee nach dem Ende der Schule gegen 16.30 Uhr. "Auf dem Platz vor dem Brixner Bahnhof war der Streit im Begriff richtig auszubrechen, aber wir waren vor Ort", berichtet der lokale Bahnpolizeichef. Die Polizei habe die Streithähne beruhigt.Alle Beteiligten mit MigrationshintergrundÜber deren Herkunft hält sich Monti zurück, bestätigt aber, dass es sich um Jugendliche mit Migrationshintergrund handle, die jedoch schon seit Längerem in Brixen ansässig seien. Die Gruppe aus rund zehn Jugendlichen sei vernommen worden. Auch, so Monti, um möglichen Gründen auf die Spur zu kommen und zu einer generellen Deeskalation beizutragen - sprich: "um zu vermeiden, dass es wiederum zu Streitigkeiten kommt." Ganz auf die leichte Schulter nimmt auch der Brixner Bahnpolizeichef die Sache im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung also nicht.Tätlicher Übergriff?Da ein Jugendlicher nach dem Vorfall ins Brixner Krankenhaus gebracht wurde, stellt sich auch die Frage nach Waffen und einem tatsächlichen, tätlichen Übergriff. "Der Betreffende hatte eine Wunde am Kopf, die er sich jedoch schon vor der Auseinandersetzung am Bahnhof zugezogen hatte", sagt Monti dazu. Ansonsten sei es zu keinerlei Schäden gekommen.Aufsehen erregt hat der Vorfall in jedem Fall und auch politische Parteigänger auf den Plan gerufen. Sie fordern einmal mehr eine besserer Überwachung der Zone zum Schutz der Bevölkerung und eine Sanierung bzw. Instandsetzung des desolaten Areals. stol/ker