<BR />Zum Vorfall kam es in der Nacht auf vergangenen Sonntag im Nightliner, der zwischen Sterzing und Brixen fährt. Darüber berichtet ein Busfahrer und Zeuge des Angriffs. <h3> Busfahrer zögert nicht und eilt Paar in Not zu Hilfe </h3>Ein mutiger Buschauffeur, der nicht zögerte, als er am Zugbahnhof von Brixen bemerkte, wie eine Gruppe von Männern einen Jugendlichen angriff: „Ich habe sofort den Motor abgestellt und bin ausgestiegen“, so der Busfahrer. Auch der Sicherheitsmitarbeiter, der im Nightliner im Dienst war, sowie ein Freund, der selbst Sicherheitsmann ist, seien ihm gefolgt. <BR /><BR />„Als wir uns der Gruppe näherten, wurde uns klar, dass das Opfer des Angriffs in Begleitung einer jungen Frau war.“ Zuerst hätten der Buschauffeur und die beiden Kollegen das Mädchen in Sicherheit gebracht, dann stellten sie sich zwischen dem Jugendlichen und dem Schlägertrupp.<h3> Bierflasche zerbrochen und bedrohliche Haltung eingenommen </h3>„Es gelang uns, ihn aus den Fängen des Schlägertrupps zu befreien und auch ihn in den Bus einsteigen zu lassen – dann hat einer der Angreifer eine Bierflasche zerbrochen und nahm eine bedrohliche Haltung ein.“ <BR /><BR />Glücklicherweise sei es dabei geblieben – die mit der zerbrochenen Flasche bewaffnete Person näherte sich nicht den Männern, die das Paar gerettet hatten. „Daraufhin stiegen auch wir wieder in den Bus – zum Glück machte die Gruppe keine Anstalten, uns zu folgen. Ich weiß nicht, was sonst hätte passieren können“, so der Busfahrer. <BR /><BR />Der Buschauffeur vergewisserte sich, dass das Paar nicht verletzt war, startete erneut den Motor und setzte die Fahrt fort – der Zivilcourage des Fahrers und seiner beiden Kollegen ist es wohl zu verdanken, dass beim Vorfall niemand verletzt wurde. <h3> „Was, wenn meine Tochter in einer solchen Situation wäre?“ </h3>Der betroffene Busfahrer ist jedenfalls nach wie vor schockiert: „Ich habe in Vergangenheit auch in Österreich als Chauffeur gearbeitet und vereinzelt Aggressivität erlebt – aber immer nur verbal“, gibt er zu bedenken. <BR /><BR />In Südtirol komme es hingegen immer wieder vor, dass Bedienstete und Passagiere im öffentlichen Personennahverkehr tätlich angegriffen werden, sagt der Busfahrer. <BR /><BR />„Meine Mutter hat nach dem Vorfall zu mir gesagt, ich solle nicht den Helden spielen und mein Leben aufs Spiel setzen. Ich aber habe entgegnet, dass ich nicht anders konnte, weil ich gedacht habe: ,Was, wenn meine Tochter in einer solchen Situation wäre?“ <h3> Appell an Unternehmer im öffentlichen Nahverkehr und Politik </h3>Laut dem Busfahrer müssten die Unternehmer im Personennahverkehr, die einen direkten Draht zur Politik hätten, die Entscheidungsträger auffordern, konkrete Maßnahmen zu setzen – zum Schutz von Mitarbeitern und Passagieren. <BR /><BR />„Pfefferspray zum Beispiel oder andere Mittel, sich selbst und andere zu schützen, denn die Menschen scheinen immer aggressiver zu werden, auch gegenüber Amtspersonen“, so der Chauffeur.