Dienstag, 26. Januar 2021

Schlag gegen Cosa Nostra auf Sizilien: 16 Festnahmen

Ermittlern der italienischen Polizei ist ein Schlag gegen die sizilianische Mafia in Palermo gelungen. Die Polizisten hatten 16 Verdächtige der Cosa Nostra festgenommen, denen unter anderem versuchter Mord, Erpressung, illegaler Waffenbesitz und die Bildung einer Mafia-Vereinigung zur Last gelegt werden.

Ein Ausschnitt aus einem Video, das den Ermittlern dabei half, die Kriminellen dingfest zu machen.
Ein Ausschnitt aus einem Video, das den Ermittlern dabei half, die Kriminellen dingfest zu machen. - Foto: © ANSA / CARABINIERI
Bei ihren Ermittlungen deckten die Beamten das Netzwerk der lokalen Mafia-Familie in Tommaso Natale, einem Ortsteil in der Provinz von Palermo, auf.

Demnach hatten die Mafiosi Firmen vor Ort erpresst und bei denjenigen, die sich widersetzen wollten, mitunter Brände gelegt. Die Kriminellen versuchten auch, sich die Corona-Krise zunutze zu machen. Mit der Verteilung von Lebensmitteln für bedürftige Familien wollte sich die Cosa Nostra vor allem während des Lockdowns im vergangenen Jahr bei den Menschen in ihrem Einflussgebiet beliebt machen. Mit bewaffneten Raubüberfällen etwa auf Tankstellen wollten die Mafiosi dem Bericht der Polizei zufolge zusätzlich an Geld kommen.

Innenministerin Luciana Lamorgese lobte den Einsatz der Ermittler in einer Mitteilung als einen „weiteren harten Schlag gegen die Cosa Nostra und ihre erpresserischen Aktivitäten“. Die Organisation habe die Situation der Familien und Unternehmen während der Corona-Krise ausgenutzt, um die Macht der Mafia auszubauen.

dpa