Am 29. Oktober ist Welt-Schlaganfall-Tag. Die Zahl der Schlaganfallpatienten ist in Europa und Italien bereits hoch – und könnte laut Experten in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Schätzungen zufolge könnte die Zahl der Schlaganfälle um 26 Prozent zunehmen, was das Gesundheitssystem erheblich belasten würde. Schon jetzt belaufen sich die jährlichen Behandlungskosten für Schlaganfälle in Europa auf rund 60 Milliarden Euro.<h3> Große regionale Unterschiede</h3>In Italien sind es jedes Jahr120.000 Personen, die einen Schlaganfall erleiden. Besonders besorgniserregend sind die großen regionalen Unterschiede in der Versorgung von Schlaganfallpatienten. Während der Norden Italiens 50 Prozent aller spezialisierten Stroke Units beherbergt, gibt es im Süden nur etwa die Hälfte dieser Einrichtungen. „Eine schnelle und umfassende Versorgung ist jedoch im gesamten Land notwendig“, betont Mauro Silvestrini, Präsident der Italian Stroke Association (ISA-AII).<h3> Spezialisierte Stationen in Krankenhäusern</h3>Stroke Units sind spezialisierte Stationen in Krankenhäusern, die auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten ausgerichtet sind. Diese Einheiten verfügen über speziell geschultes Personal und spezielle Ausrüstung, um Patienten unmittelbar nach einem Schlaganfall optimal zu versorgen.<BR /><BR />Am Vorabend des Welt-Schlaganfall-Tages kündigte die ISA-AII daher den „Stroke Action Plan for Italy“ an, der als Leitfaden für Gesundheitsfachkräfte dienen soll. Der Plan zielt darauf ab, die Versorgung zu optimieren und durch präventive Maßnahmen wie Aufklärung und Kontrolle von Risikofaktoren die Schlaganfallrate zu senken.<h3> Anzeichen für einen Schlaganfall – Der FAST-Test</h3>Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Umso wichtiger ist es Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Dabei kann der sogenannte FAST-Test helfen. FAST steht als Abkürzung für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).<BR /><BR />Zunächst sollte man das Gesicht der betroffenen Person beobachten: Kann sie lächeln? Wenn sich dabei das Gesicht verzieht oder ein Mundwinkel hängt, könnte dies auf eine mögliche Halbseitenlähmung hinweisen. <BR /><BR />Ein weiterer Schritt ist die Überprüfung der Arme. Kann die Person beide Arme nach vorne ausstrecken und anheben? Bei einer Lähmung wird es ihr möglicherweise nicht gelingen, beide Arme zu heben. <BR /><BR />Zusätzlich sollte die betroffene Person einen einfachen Satz nachsprechen. Falls dies nicht fehlerfrei gelingt, kann das ebenfalls ein Hinweis auf einen Schlaganfall sein. <BR /><BR />Zeit: Wenn eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, ist es entscheidend, sofort den Notruf 112 zu wählen. Je schneller die Hilfe kommt, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.<BR /><BR />Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte man vor Ort bleiben und die betroffene Person unterstützen.<BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/schlaganfall-was-rudolf-bertoldi-fuer-sich-und-ueber-unsere-sanitaet-gelernt-hat" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Der frühere Gargazoner Bürgermeister Rudolf Bertoldi hat mit S+ über die Zeit nach seinem Schlaganfall gesprochen. Dabei erzählte er, warum die Monate danach eine einschneidende Lebenserfahrung für ihn waren.</a></b>