Zu einer nicht alltäglichen Tierrettung wurde die Berufsfeuerwehr am gestrigen Mittwoch gerufen: Auf dem Areal der Mittelschule „Ada-Negri“ galt es, eine rund eineinhalb Meter lange Schlange zu entfernen. Schülerinnen und Schüler hatten laut der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“ beobachtet, wie das Tier aus einem Kanaldeckel in den Außenhof gekrochen sei.<BR /><BR />„Dass die Schlange aus dem Kanaldeckel gekrochen kam, ist zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich“, erklärt der Herpetologe Ivan Plasinger. Bei Kälteeinbrüchen, wie in den vergangenen Tagen der Fall, würden Schlangen häufig in Schächten oder Kanälen Unterschlupf suchen. Bei dem Tier handelt es sich laut dem Experten um eine Äskulapnatter: „Eine bei uns heimische und vollkommen ungefährliche Schlangenart. Sie ist eine der längsten Schlangen hier bei uns und das Wappentier und zentrale Symbol der Medizin und Pharmazie“, fährt er fort.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315272_image" /></div> <BR /><BR /> Um den ungebetenen Besucher vom Schulareal zu entfernen, wurde die Berufsfeuerwehr alarmiert, die kurz darauf ausrückte. „Verirrte Schlangen gelangen meist über angrenzende Grünflächen ins Innere von Gebäuden oder an Orte, an denen sie unerwünscht sind“, so die Feuerwehr.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315311_image" /></div> <BR /><BR />Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr seien auch für derartige Szenarien geschult. „Bei solchen Tierrettungen gilt es zunächst abzuklären, ob es sich um ein exotisches oder giftiges Tier handelt“, heißt es. Die ungefährliche Äskulapnatter auf Außenhof der Ada-Negri“-Schule wurde von den Einsatzkräften geborgen und in einer dafür vorgesehenen Transportbox abtransportiert.<h3> Schlange konnte wieder in Freiheit entlassen werden</h3>„Handelt es sich um ein exotisches Tier, wird in der Regel versucht, den Besitzer ausfindig zu machen.“ Wenn es sich hingegen um eine heimische Art handelt, wird es laut Berufsfeuerwehr in geeigneter Umgebung wieder freigelassen. Verletzte Tiere werden entsprechend behandelt, bevor weiter vorgegangen wird.<BR /><BR />Da es sich bei der Schlange, die von der Bozner Mittelschule entfernt worden ist, um ein harmloses und einheimisches Exemplar handelt, wurde die Äskulapnatter im Gebiet der Sill wieder freigelassen.