Die Einsätze betrafen überwiegend Exemplare der Gelbgrünen Zornnatter (lokal bekannt als Carbonazzo) und der Äskulapnatter. <BR /><BR />Experten sprechen laut der Nachrichtenagentur Ansa von einem völlig natürlichen Phänomen, das in diesem Jahr mit den langanhaltend kalten Temperaturen zusammenhängt, die das Erwachen der Reptilien aus dem Winterschlaf verzögert haben.<BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/schlange-kriecht-aus-kanaldeckel-auf-bozner-schulhof-hoechst-ungewoehnlich" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Erst kürzlich wurde im Innenhof einer Bozner Schule eine Schlange gesichtet – hier mehr dazu. </a></b><BR /><BR /> Trotz der jüngsten Sichtungen, die auch im städtischen Raum vorkamen, weist die Situation keinerlei Anomalien auf. Die verzerrte Wahrnehmung der Bevölkerung, die den Eindruck eines regelrechten Schlangen-Booms erweckt, wird vor allem durch die Resonanz in den sozialen Netzwerken sowie das virale Teilen von Beiträgen, Fotos und Videos angeheizt.<BR /><BR /> „In Südtirol sind die aktivsten Monate der Mai, bedingt durch das Erwachen nach dem Winter, und der Oktober, wenn die Schlangen vor dem Winterschlaf die letzten Sonnenstrahlen suchen“, erklärt Ivan Plasinger, Präsident des Vereins Herpeton, gegenüber Ansa.<h3> Was tun im Fall eines Bisses?</h3>Plasinger gibt auch Entwarnung hinsichtlich der Gefährlichkeit der Tiere: „Bei den Begegnungen aus nächster Nähe handelt es sich fast immer um harmlose Arten. Bei einer Bevölkerung von 540.000 Südtirolern, zu denen noch die Touristenströme hinzukommen, registrieren wir im Durchschnitt nur vier Kreuzotternbisse pro Jahr. Zudem bevorzugt die Aspisviper die Stadtränder und wagt sich kaum in die Stadtzentren vor, wo sie – wenn überhaupt – nur im Frühjahr zu beobachten ist.“<BR /><BR /> Sollte man einem Reptil begegnen, lautet die wichtigste Empfehlung, Ruhe zu bewahren, ein Foto aus einem Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu machen und die Feuerwehr oder direkt den Verein Herpeton zu kontaktieren, um Anweisungen zu erhalten oder - falls es sich um eine Viper handelt - das Tier abholen zu lassen. <BR /><BR />Für den Fall eines Bisses besagen die Richtlinien, nicht in Panik zu geraten, das Tier zur Identifizierung zu fotografieren und die Wunde sorgfältig zu desinfizieren. Bei einem Vipernbiss - so betonen die Experten und erinnern daran, dass das Tier nicht immer Gift injiziert - ist der Gang in die Notaufnahme erforderlich, sobald ein intensives und sofortiges Brennen im betroffenen Bereich spürbar wird.