Im bald abgelaufenen Jahr konnte der amtierende Garant Hans Zelger 60 Fälle in Sachen Steuer lösen. <BR /><BR />Damit der Umgang der Bürger mit der Steuerbehörde und mit dem Steuersystem „transparenter und demokratischer“ wird, hat Italien die Rechte der Steuerpflichtigen im Juli 2000 in einem Statut festgeschrieben. Dazu gibt es seit vielen Jahren in allen Regionen und den beiden autonomen Provinzen einen Garanten für den Steuerzahler. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968608_image" /></div> <BR /><BR /> Er ist eine Art Volksanwalt, der den Steuerpflichtigen bei Problemen mit dem Fiskus zur Seite steht. Nicht um steuerrechtliche Beratung zu leisten wie Patronate oder Wirtschaftsberater, sondern bei Unkorrektheiten und Unregelmäßigkeiten.<BR /><BR />„Wir konnten heuer 60 Fälle lösen“, sagt der Südtiroler Garant und ehemalige Verwaltungsrichter, Hans Zelger. Er ist seit Jänner 2020 im Amt. Ob mit oder ohne Anmeldung kann der Bürger 2 Mal pro Woche in seine Sprechstunde am Bozner Gerichtsplatz kommen. Beispiele für seine Intervention sind: Unregelmäßigkeiten bei Finanzkontrollen, Zollangelegenheiten, der Rückerstattung von Steuerguthaben oder der GIS.<h3> Ein Garant nur mehr in Rom</h3>Zelgers Mandat läuft im Jänner aus. Vielleicht kommen einige Monate dazu, um Akten abzuschließen. „In absehbarer Zeit gibt es den Südtiroler Garanten aber nicht mehr“, so Zelger. Im September wurden die regionalen Garanten gesetzlich abgeschafft. Künftig wird es nur mehr einen Garanten in Rom geben.<BR /><BR />Für den kleinen Mann in Südtirol bedeutet dies, dass es keinen lokalen Vermittler mit dem Fiskus mehr gibt. In Zukunft müssen sich Südtiroler – in italienisch – an den römischen Garanten werden. Andere Garanten wie jener für die Privacy sind aber hoffnungslos überlastet. Über die Vereinigung der Garanten hat Zelger deponiert, dass in den autonomen Provinzen am Garanten festgehalten werden sollte. Ob daraus aber etwas wird, steht in den Sternen.<BR /><BR /><BR />