Mittwoch, 29. Januar 2020

Schlechtwetter: Probleme in mehreren Nordtiroler Skigebieten

Im Zillertal musste am Dienstag ein ganzes Skigebiet geräumt werden, zahlreiche Lifte in Nordtirol standen zeitweise still: Nebel und böiger Wind haben in mehreren Nordtiroler Skigebieten am Dienstag zu Rettungseinsätzen geführt.

Die Bergrettung musste am Dienstag einige Skifahrer aus einem Sessellift im Skigebiet Kaltenbach/Hochzillertal bergen.
Die Bergrettung musste am Dienstag einige Skifahrer aus einem Sessellift im Skigebiet Kaltenbach/Hochzillertal bergen. - Foto: © APA / ZOOM.TIROL

Eine Schlechtwetterfront hat am Dienstag in Nordtirol zu großen Problemen in mehreren Skigebieten geführt. Das Skigebiet Zillertal Arena und Gerlos musste am Nachmittag sogar komplett geräumt werden, betroffen waren davon rund 2000 Tagesgäste. Die Mitarbeiter des Skigebiets fuhren die Pisten sowie Gastronomiebetriebe ab und begleiteten die Gäste ins Tal, wie die Polizei mitteilte. Nebelbänke hatten demnach für sehr schlechte Sicht gesorgt.

Bereits zu Mittag hatte ein Baumsturz im Skigebiet Höfen bei Reutte nahe der deutschen Grenze eine große Rettungsaktion ausgelöst. Ein Baum war auf ein Tragseil der Gondelbahn gestürzt. Mehr als 30 Menschen, darunter viele Kinder, saßen zwischenzeitlich fest, konnten aber von der Bergrettung aus den Gondeln abgeseilt werden. Verletzt wurde niemand. Die Skifahrer wurden von Pistenraupen abgeholt, da eine Talfahrt nicht möglich war.

Im Skigebiet Hochzillertal musste wegen plötzlicher starker Windböen mit bis zu 160 Stundenkilometern eine Sesselbahn geräumt werden. Ein Sessel hatte sich im Eingangsbereich verkeilt. 4 Wintersportler, die sich bereits in der Nähe des Ausstiegsbereichs befanden, konnten nach Polizeiangaben von Mitarbeitern am Lift geborgen werden. 7 Personen, die sich im oberen Drittel der Bahn auf den Sesseln befanden, wurden von Bergrettern auf den Boden abgeseilt und mit Motorschlitten der Pistenrettung zur Bergstation gebracht.

Eine weitere Sesselbahn des Hochzillertals musste aufgrund der Böen für 35 Minuten angehalten werden. Rund 35 Personen mussten so lange auf der Bahn ausharren.

dpa