Fragmente an der Triumphbogenwand und in der Laibung des Bogens der ApsisIm Zuge der Restaurierung konnten die fragmentarisch verbliebenen Malereien an der Triumphbogenwand und in der Laibung des Apsisbogens gesichtet und freigelegt werden. Die Sockelzone füllt ein gemalter Hermelinbehang wie er von anderen Burgkapellen und Kirchen bekannt ist. Den Apsisbogen umrahmt eine gemalte, farbig-wechselnde Steinquaderung und ein Steineinlegearbeiten nachempfundenes ornamentales Fries. Den Bogenscheitel besetzen mehrere schwer lesbare Wappen. Das Hauptwappen des Bischofs ist durch eine Fehlstelle zerstört. Mann und Frau in der Bogenleibung – Identität des Paares unbekanntIn der nordseitigen Bogenleibung findet sich ein kniendes Stifterpaar; der Mann in Rüstung, die Frau mit langem pelzgefüttertem Mantel und einer modischen Kopfhaube mit gekräuselten Rändern (Kruseler). Das beigestellte Wappen und damit die Identität des Paares konnte noch nicht schlüssig identifiziert werden. Die Signatur des Malers – Meister Erasmus von BruneckUnter dem Stifterpaar ist allerdings deutlich die Signatur des Malers (Erasmi pinxit) zu lesen. Meister Erasmus von Bruneck ist zwar urkundlich mehrmals als Maler genannt, sein Werk war jedoch nicht konkret fassbar. Erasmus gehörte neben Meister Johannes von Bruneck zu den bedeutendsten Freskanten der Hochgotik im Brixner und Pustertaler Raum. Restaurierung kurz vor dem AbschlussDie Restaurierungsarbeiten wurden von der Firma Pescoller aus Bruneck durchgeführt, vom Amt für Bau-und Kunstdenkmäler begleitet und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziert.Die Restaurierung der Wandmalereien steht kurz vor dem Abschluss.