Montag, 13. August 2018

Schluss mit Hundehaufen: Stadt will DNA-Register

Nie mehr anonyme Hundehäufchen in Bozen: Mit einem DNA-Register für Hunde will der Stadtrat gegen Hundekot, Hundediebstahl und ähnlichem vorgehen.

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Foto: © shutterstock

Wie der Stadtrat am Montag berichtet, unterstützt er die Initiative zur Erstellung einer DNA-Datenbank für Hunde unter Führung des Landestierärztlichen Dienstes.

„Der Hund ist über die DNA eindeutig identifizierbar. Zum Beispiel bei Hundediebstahl kann der Hund dem Besitzer zugeordnet werden, auch wenn der Hundechip entfernt wurde. Bei Unfällen mit Hunden erleichtert die Datenbank ebenfalls die Zuordnung“, berichtet SVP-Gemeinderätin Johanna Ramoser.

Ein Vorteil für die Hygiene in der Stadt bringe die Möglichkeit, liegen gelassene Hundehäufchen über die Datenbank dem Besitzer zuzuweisen und entsprechende Strafen auszustellen. Die Stadtpolizei benötige dazu nur eine kleine Probe vom Hundekot.

„Wir hatten auch Kontakt zur italienischen Gemeinde Malnate, die eine solche Datenbank bereits betreibt. Dort ist man sehr zufrieden mit den Ergebnissen, hauptsächlich mit dem Rückgang an Hundeexkrementen auf den Straßen“, berichtet Fraktionssprecher Sebastian Seehauser.

Die Kosten für die Hundebesitzer halten sich laut Stadtrat in Grenzen und belaufen sich Schätzungen zufolge auf einmalige 25 Euro.

stol

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