Dienstag, 03. März 2015

„Schlussstrich“ unter dem Vinschger Zugunglück

Fünf Jahre, nachdem neun Menschen starben und 29 verletzt wurden, ziehen 13 Streitparteien einen finanziellen Schlussstrich unter das Vinschger Zugunglück.

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Foto: © D

„Kein Geld kann Leid aufwiegen“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Fast genau fünf Jahre nach dem tragischen 12. April 2010 stimmt die Landesregierung am Dienstag einer Einigung zu, um der 13 Parteien mit elf Anwälten gerungen haben.

Denn: Nach dem Unglück wurde für eine rasche Entschädigung der Hinterbliebenen gesorgt. Dies gelang über die Versicherung der SAD (Allianz), die sich das Geld später im Regressweg von den anderen Beteiligten zurückholen sollte, so Kompatscher. Streiten hätte man da ewig können.

Bonifizierungskonsortium übernimmt den Großteil

Im der Landesregierung vorliegenden Beschluss wird der Gesamtschaden des Unglücks mit 15 Mio. Euro angegeben. Mehr als die Hälfte davon übernimmt (direkt oder durch Versicherungen) das Bonifizierungskonsortium Vinschgau.

bv/D

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Wie viel das Land übernehmen wird und welche Folgen der Vergleich auf die Angeklagten im Strafverfahren haben könnte, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe des Tagblatts: Die „Dolomiten“ berichten ausführlich.

stol