Mehrere Organisationen haben eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht, außerdem wurden rund 600 Unterschriften gegen den Steinbruch gesammelt. Und auch die Landespolitik wurde eingeschaltet. <BR /><BR /> Mit an vorderster „Front“ gegen den Steinbruch steht die SVP des Tales. Alle ihre 3 Ortsgruppen sowie der AVS, der Kulturverein, der HGV und der Tourismusverein sind nach vor der Meinung, dass der Steinbruch untragbare Belastungen mit sich bringt. Man zieht alle Register und hat daher eine Aufsichtsbeschwerde beim Land eingereicht, wie der Karthauser SVP-Obmann Paul Schwienbacher stellvertretend für die übrigen Organisationen berichtet. Staub, Lärm, Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten, Verkehrsbelastung, aber auch die geologische Beschaffenheit des Areals und die nachhaltig negativen Effekte des Projektes für das gesamte Schnalstal seien Kritikpunkte, die man im Schreiben nochmals zusammengefasst habe. Gleichzeitig wurden auch rund 600 Unterschriften gesammelt, in kürzester Zeit, wie Schwienbacher ausführt.<h3> Unterschriften, Beschwerde, Aussprache</h3>Dem nicht genug: Es hat mittlerweile auch Aussprachen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer gegeben. Dabei sei natürlich auf den Umstand verwiesen worden, dass die Gutachten der Landesstellen zum Steinbruch positiv gewesen seien – dennoch will man alles versuchen, um vielleicht doch noch etwas zu erreichen. <BR /><BR />Die Landesregierung ist somit in einer schwierigen Lage: Zum Einen gibt es positive Gutachten und die Notwendigkeit, irgendwo im Land Steinbruch betreiben zu müssen. Zum Anderen stellt sich die Bevölkerung quer, was von der Landespolitik ebenfalls berücksichtigt werden sollte. Auf jeden Fall bleibt der Gang vor das Gericht für die Steinbruch-Kritiker immer offen.<h3> Notwendigkeiten hier, Rücksichtnahme dort</h3>Der Schnalser Bürgermeister Karl Josef Rainer sagt, dass es richtig ist, wenn sich die Landesämter nochmals mit den Bedenken der Schnalser beschäftigen. So müssten z. B. alle geologischen Bedanken ausgeräumt werden. Er weist aber zugleich darauf hin, dass man auch in Schnals Steine benötige und dass es grundsätzlich gut wäre, wenn diese im Tal selbst abgebaut würden. Längere Lkw-Fahrten könnten vermieden werden, z. B. wenn Schutzbauten im Schnalstal zu bauen sind. Im Zuge des Gefahrenzohnenplanes dürfte es dazu kommen, dann sei es gut, Material im Tal zu haben. In diesem Zusammenhang gibt es im übrigen ein zweites Steinbruch-Projekt bei Kurzras. Dieses sei von den zuständigen Stellen abgelehnt worden, dürfte aber von den Betreibern nochmals eingereicht werden.