Samstag, 30. April 2022

Schnals: Waidmannsruh für Michael Götsch

Seine Witwe Erika und die beiden Kinder Simon und Miriam sowie die restliche Familie waren am Samstagnachmittag bei ihrem wohl schwersten Gang nicht alleine: Knapp 1000 Trauernde aus dem Schnalstal und darüber hinaus verabschiedeten in Unser Frau in Schnals den am Montag im Pfossental tödlich verunglückten Jagdrevierleiter Michael Götsch.

Jäger brachten ihren tödlich verunglückten Kameraden in die Pfarrkirche. - Foto: © fm

Michael Götsch im Jahr 2015.

Michael Götsch war laut ersten Angaben am Montag mit einem weiteren Jäger kurz vor 9 Uhr im Bereich des Vorderkaserhofes im Pfossental unterwegs, um Steinwildzählungen vorzunehmen. Dabei war er vorausgegangen, im steilen Gelände auf nassem Untergrund ausgerutscht und rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt.

Der Trauerzug zur Wallfahrtskirche von Unser Frau wollte nicht mehr enden. - Foto: © fm

Ein schier nicht mehr enden wollender Trauerzug setzte sich am Samstag kurz nach 15 Uhr in Richtung Pfarrkirche in Bewegung. Dort zelebrierte Pfarrer Franz Messner den Sterbegottesdienst, bei dem er den Trauernden Kraft und Zuversicht im christlichen Glauben spendete.

„Vorausgesetzt, dass wir an einen guten Gott, an einen Vater im Himmel glauben, kann dieses Schicksal nur ein gutes Schicksal sein“, sagte der Pfarrer. „Ich glaube daran, dass hinter jedem Kreuz und Leid Sinn und Segen liegen.“

Nach der Verabschiedung des passionierten Jägers wurden seine sterblichen Überreste zur Einäscherung nach Bozen gebracht.

Michael Götsch war in Schnals und darüber hinaus sehr bekannt. Der Familienvater war seit Anfang März Revierleiter in Schnals und Mitglied im Bezirksausschuss der Vinschger Jägerschaft. Zudem war er LVH-Ortsobmann, Vizechef der Sportschützen Schnals und Inhaber eines Elektrofachbetriebs.

STOL hat über den tragischen Tod von Michael Götsch berichtet.

fm

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