Freitag, 21. Februar 2020

Schnee im Herbst, aber kaum im Winter

In den niederen Lagen rund um Bozen hat es in diesem Winter bisher kaum geschneit – Mehr Schnee gab es im meteorologischen Herbst. Auch weiterhin sind keine Schneefälle in Aussicht.

Der Januar und Februar waren besonders niederschlagsarm.
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Der Januar und Februar waren besonders niederschlagsarm. - Foto: © shutterstock
„Insgesamt gab es in den Tallagen rund um Bozen 3 Mal Schneefall: Davon 2 Mal im November, also noch vor dem meteorologischen Winterbeginn, und einmal am 13. Dezember“, erklärt Landesmeteorologe Dieter Peterlin.



Auf den Bergen kamen die größten Schneemengen mit den Rekordniederschlägen im November zusammen, wobei es auch im Dezember noch einmal kräftig geschneit hat. Ab Weihnachten begann dann aber eine lange trockene Phase, die bis heute anhält.

Die Niederschlagsmengen von Bozen in den einzelnen Monaten:

November 246 l/m², das ist fast 4 Mal so viel wie üblich
Dezember 52 l/m², das ist auch noch mehr als im Durchschnitt
Jänner 2 l/m²
Februar 2 l/m²

In den beiden Monaten Jänner und Februar (bis jetzt) sind also nur 4 l/m² zusammengekommen, das ist gerade einmal 10 % der normalen Menge. Einen solch trockenen Jahresbeginn hat es in Südtirol seit dem Jahr 2005 nicht mehr gegeben.

Dank des guten Starts in den Winter ist die Schneelage auf den Bergen aber dennoch recht gut. In 2000 Metern Höhe liegen jetzt zwischen 90 und 140 Zentimetern, das entspricht in etwa dem Durchschnitt.

Auch weiterhin seien laut Peterlin keine großen Niederschläge in Sicht: „Wahrscheinlich regnet und schneit es am kommenden Mittwoch mit Durchzug einer Kaltfront etwas, aber auch hier schaut es nicht nach größeren Mengen an Niederschlag aus.“

stol