Eines jedenfalls stimmt: Die Aufnahme ist echt und zeigt die Planai am Neujahrstag 1988. Das Foto wurde am 8. Jänner 1988 in der Regionalzeitung „Der Ennstaler“ veröffentlicht.<BR /><BR />Der damalige Schneemangel lässt sich auch klar belegen. Für den Silvestertag im Jahr 1987 war eine Weltcup-Abfahrt angesetzt, die aufgrund der Wettersituation abgesagt werden musste.<BR /><BR />Laut einer Sprecherin der Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH kam es neben 1988 auch in den Jahren 2006 und 2015 zu vergleichbaren Schneesituationen rund um Weihnachten und Neujahr. Sie bestätigte gegenüber dem Faktencheck-Team der Nachrichtenagentur APA ebenfalls die Authentizität des Fotos. Zu diesem Zeitpunkt hätte es bereits eine Beschneiungsanlage bis zur Mittelstation gegeben, weshalb ausschließlich auf der FIS-Abfahrt Schnee zu sehen ist.<BR /><BR />Dass aktuell vergleichbare Aufnahmen von grün umgebenen Skipisten für Aufregung in sozialen Medien sorgen, ist allerdings kein Argument gegen den Klimawandel oder die Maßnahmen, die dagegen gesetzt werden sollten. Wissenschaftliche Aufzeichnungen zur nationalen Schneelage zeigen seit Jahrzehnten einen deutlichen Rückgang.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="855773_image" /></div> <BR /><BR />Im vergangenen Jahr beschäftigte sich das Projekt „FuSE-AT“ der ZAMG, der Universität Innsbruck, des Climate Change Centre Austria und des Schneezentrums Tirol mit der Schneelage in Österreich. Dabei wurde ein Datensatz erstellt, der einerseits die Entwicklung der Schneelage seit 1961 und andererseits Prognosen für die Zukunft ermittelte.<BR /><BR />Die Ergebnisse der „Future Snow Cover Evolution in Austria“, wie das Projekt mit vollständigem Namen heißt, lauteten, dass die heimische Schneedeckendauer im Mittel seit 1961 um etwa 42 Tage abgenommen hat. Die mittlere saisonale Schneehöhe ist im Durchschnitt um 15 Zentimeter gesunken. Gebiete unter 1500 Meter Seehöhe sind besonders betroffen. Das Zielgebiet der Planai liegt bei etwa 750 Höhenmetern.<h3> Kein Schnee unter 1500 Metern</h3>Zurückgeführt wird dies vor allem auf den Klimawandel, konkret etwa das frühere Abschmelzen im Frühjahr durch verstärkte Erwärmung. Für mögliche zukünftige Klimaszenarien wurden unterschiedliche Folgen für die Schneelage in dieser Höhenlage berechnet. Sollte das Pariser Klimaabkommen, das eine Beschränkung der Erderwärmung um etwa 2 Grad vorsieht, erreicht werden, könne man in der Zukunft noch Schnee genießen, allerdings um drei Wochen weniger. Sollte das Ziel verfehlt werden - wovon bei den aktuellen Klimaschutzmaßnahmen der Länder auszugehen ist – kann es unter 1500 Metern Höhe zu Wintern ohne Schnee kommen.<BR /><BR />Auch wenn die Untersuchungen keine Aussagen über einzelne heimische Skigebiete treffen können, wird deutlich, dass die Entwicklungen Einfluss auf sämtliche Naturschnee-Aktivitäten haben . Eine Begrenzung der Klimaerwärmung wäre für eine ausreichende Schneemenge unabdingbar.<BR /><BR />