Mittwoch, 09. Dezember 2020

Schneefälle: Lage weiterhin auf dem Weg zur Normalisierung

Die Lage ist weiterhin auf dem Weg hin zur Normalisierung, wurde bei der Lagebesprechung heute (9. Dezember) um 18 Uhr im Landeslagezentrum der Agentur für Bevölkerungsschutz erklärt.

Gewaltige Schneemassen gibt es in diesen Tagen zu beseitigen, um die Straßen wieder befahrbar zu bekommen: Der Landesstraßendienst im Einsatz beim Tunnel zwischen dem Ultental und Proveis.
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Gewaltige Schneemassen gibt es in diesen Tagen zu beseitigen, um die Straßen wieder befahrbar zu bekommen: Der Landesstraßendienst im Einsatz beim Tunnel zwischen dem Ultental und Proveis. - Foto: © Landesstraßendienst
Die Lage stellt sich insgesamt ziemlich ruhig dar, fasst der Leiter des Stabes im Landeslagezentrum der Agentur für Bevölkerungsschutz Andrea Lazzarotto zusammen. Im Laufe des Tages waren die Niederschläge gering, gegen Abend haben sie gänzlich aufgehört; für morgen wird kein Niederschlag erwartet.

Waren am Nachmittag noch 2500 Haushalte ohne Stromversorgung, so ist deren Anzahl gegen Abend gesunken. Die Anzahl der Schadenslawinen in diesen Tagen beträgt bis heute 37. Die Lawinengefahr wird in ganz Südtirol als „erheblich“ mit der Stufe 3 eingestuft.


Zivilschutzstatus heruntergefahren

Die Bewertungskommission im Landeswarnzentrum hat am Mittwoch beschlossen, den Zivilschutzstatus von Voralarm (Bravo) auf Aufmerksamkeit (Alfa) zurückzustufen. Weiterhin wird aber zur Vorsicht bei Aufenthalten im freien Gelände aufgerufen sowie dazu, von nicht nötigen Fahrten abzusehen.

Freiwillige Feuerwehren bei insgesamt 2000 Einsätzen


Von Mitternacht bis zum Abend waren heute 45 Freiwillige Feuerwehren mit 500 Feuerwehrleuten im Einsatz. Insgesamt wurden in den vergangenen Tagen landesweit rund 7800 Feuerwehrleute von 250 Freiwilligen Feuerwehren - und damit rund 80 Prozent der 306 Freiwilligen Feuerwehren in Südtirol - zu rund 2000 Einsätzen gerufen, berichtet der Landesfeuerwehrverband.

Die Landesnotrufzentrale verzeichnet seit Mitternacht 150 medizinische Einsätze, 75 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren sowie 5 Einsätze der Bergrettung.


Brennerbahn und Pustertalbahn noch außer Betrieb

Die Brennerbahnlinie bleibt wegen der Mure beim Virgl in Bozen weiterhin gesperrt. Die Pustertalbahn steht ebenso noch still. Die Linie Bozen-Meran ist ab Sigmundskron offen. Die Vinschgerbahn fährt, die Teilstrecke zwischen Meran und Töll ist gesperrt. Es wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.



Straße ins Sarntal offen, Straße ins Gadertal bleibt gesperrt

Aufgrund von 3 Hangrutschungen am Mittwochvormittag in der Nähe der Gemeinde Percha wird die Pustertaler Staatsstraße dort in den kommenden Tagen nur einspurig befahrbar sein. Die Sarntaler Staatsstraße zwischen Bozen und Halbweg ist seit kurz nach 6 Uhr wieder einspurig für den Verkehr geöffnet. Die Gadertaler Staatsstraße ist zwischen Montal und Zwischenwasser weiterhin gesperrt, das Gadertal bleibt über den Furkelpass erreichbar.

Informationen zur Verkehrssituation gibt's laufend aktualisiert auf der Seite der Landesverkehrsmeldezentrale und auf www.suedtirolmobil.info.

lpa/stol